Trust in God
Einführung:
Advent ist eine schöne Zeit der Erwartung.
Auch dann, wenn wir uns den Advent als eine ruhige und besinnliche Zeit wünschen und vorstellen, so wissen wir doch, dass es nicht immer der Fall sein wird.

Man denkt an die vielen Lichter, an Geschenke, die Adventsfeiern und die Weihnachtsmärkte und noch an vieles andere mehr…

Dabei übersehen wir leicht die wichtigste Botschaft:
„Gott hat sich für uns Zeit genommen und ist Mensch geworden.“
Auch wir müssen uns Zeit nehmen – für uns selbst,
für unsere Lieben und sollten
die Ruhe und Kraft der Adventszeit auf uns wirken lassen.

Vor uns steht der mit Kerzen geschmückte Adventskranz.
Er ist ein Zeichen für die Zeit, die uns geschenkt wird.
Wenn wir ihn segnen und die erste Kerze anzünden,
beginnt für uns etwas Neues.

Gott kommt in unserer Zeit und erhellt unser Leben.
Er segnet uns mit seiner Freude und schenkt uns eine neue Chance. Mit diesen Gedanken wollen wir
den Adventskranz und die Kerzen nun segnen.

Predigt:
Stellt euch vor: Ihr geht auf eine Reise.
Wenn eure Freunde über euer Ziel
etwas Außergewöhnliches erfahren,
z. B. was man dort beachten muss,
würden sie euch umgehend informieren.
Sie tun dies nicht, um euch nicht zu ängstigen,
sondern um zu helfen.

Auch im Evangelium hörten wir einige Warnungen…
Wir erfahren von Zeichen,
die im Himmel und auf Erden geschehen werden,
wenn der Menschensohn mit großer Macht kommt…

Viele werden wohl sagen,
die Lesung passt überhaupt nicht zum Advent…
Man möchte sich in dieser Zeit auf etwas Schönes vorbereiten,
die Kirche aber spricht von Menschen, die in Angst leben.

Diese Gedanken kann ich fast verstehen.
Aber es gibt auch hier eine Kehrseite.

Denn Jesus, als ein guter Freund, will uns nur helfen.
Seine Warnungen sind keine Drohung,
sondern gut gemeinte Worte.
Er gibt uns Anweisungen, um die Überraschung
am letzten Tag zu vermeiden und standhaft zu bleiben.
Nicht von Angst, sondern von Vertrauen spricht er.

Ich erinnere mich an eine Geschichte.
Ein Dorf, das an einem Fluss lag, bekam eine neue Brücke.
Als die Bauarbeiten abgeschlossen waren,
waren die Menschen alle glücklich.
Nun kam der Moment um die Brücke zu testen und
der Baumeister fragte, ob jemand dazu den Mut hat,
aber niemand wollte als erster die Brücke betreten.

Nach einer langen Zeit des Wartens kam ein Kind nach vorne.
Während die Leute es mit Erstaunen anschauten,
ging es über die Brücke und kam wieder zurück.
Viele fragten das Kind, woher es den Mut hatte.

Hier seine überraschende Antwort:
„Der, der diese Brücke baute ist mein Vater.
Ich habe großes Vertrauen in ihn.
Ich weiß, dass er seine Arbeit gut macht.“

Die Dorfbewohner wussten nichts mehr zu sagen.

Meine Lieben, wir leben oft in Ängsten.
Der Grund dafür ist, dass wir wenig Selbstvertrauen haben
und auch anderen oft wenig Vertrauen schenken…

Manchmal brauchen wir nur das einfache Denken eines Kindes, so wie wir es in der Geschichte hörten.

Die Realität allerdings ist oft eine andere;
oft sind wir von negativen Erzählungen geprägt oder beeinflusst. Pessimismus beherrscht meistens unseren Gedanken.
Auch eine falsch interpretierte Religiosität kann
ein Grund dafür sein.

Meine Lieben,
Advent ist die Zeit dieses Vertrauen wieder zu gewinnen.
Jesus will uns nicht erschrecken,
sondern uns zur Seite stehen und helfen.
Er ist unser Freund und meint es gut mit uns.
Wir wollen die freundliche Natur Gottes wieder entdecken und unsere Ängste überwinden…
Darum wollen wir uns in diesen adventlichen Tagen bemühen. Gott, der Freund des Lebens, möge uns dazu segnen. Amen!

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