advent1Einführung:
In der Adventszeit hören wir immer wieder: „Advent heißt Ankunft.“
Es wird berichtet von einem großen Erwarten, dass der Herr kommt.
Die damalige politische Situation in Israel war etwas anders als heute und dieses Erwarten hatte wohl auch einen Sinn gehabt.
Aber – hat sich seit damals viel geändert?
Die viele Nachrichten von Gewalt, Verbrechen, Kriegen, Unterdrückung, Krankheiten, Ungerechtigkeit erzählen uns etwas anderes.
Das heißt im Klartext, dass wir in unserer Zeit diesen Gott noch nötiger und viel dringender brauchen als damals.
Mit dieser Sehnsucht wollen wir diese Zeit des Advents begehen.
Gott wird in unserer Welt und in unserem Leben sein Licht bringen.
In dieser Erwartung wollen wir den Adventskranz und die Kerzen segnen.

Predigt:
„Die Zeit ist bald vorüber“.
Ja, im Dezember hören wir diese und ähnliche Formulierungen, weil wir am Ende des Kalenderjahres angekommen sind.

Aber die Kirche gibt uns einen anderen Blick auf die Zeit.
Sie sagt, diese Tatsache kann man auch anders sehen.
Denn in der Kirche beginnt meistens mit dem Dezember ein neuer Jahreskreis, ein neues kirchliches, liturgisches Jahr.
Damit sagt uns die Kirche, dass, um die Zeiten positiv zu verstehen, man auch neue Wege gehen kann..
Sie lehrt uns: Das Ende muss nicht wirklich ein Ende sein.
Es kann auch ein Neubeginn werden.

Im November gibt es einige Tage, an denen man der Verstorbenen gedenkt. Jetzt im Advent denkt man auch an seine Liebsten.
Aber dieses Mal nicht in Trauer, sondern mit Freude.
Um dies auch zu zeigen besorgt man ihnen Geschenke.

Advent ist auch eine Zeit des Denkens und des Nachdenkens und
Gott sollte hier an erster Stelle stehen.
Denn wir feiern diese Zeit, weil er zuerst an uns gedacht hat,
für uns da war.
Ja, um diese Erinnerung wach zu halten, wurde er Mensch für uns:
Nicht aus Zwang, sondern aus Liebe.

Gott ist die lebendige Erinnerung.
Diese Erinnerung schenkt uns Freude im Leben.
Deshalb lädt uns die Adventszeit ein diese Freude weiter zu geben und an andere zu denken.
Christus leuchtet uns in unser Leben.
Er leuchtet auch in unsere Beziehungen, auch dann, wenn gerade nicht alles rund läuft…
Er ist für uns da, auch wenn unser Weg manchmal unsicher scheint.
Auch wenn alles wirklich zu Ende zu gehen scheint, gibt er uns die Hoffnung und sagt uns, auch das ist Anfang.

Ja, mit Gott wird alles anders sein.
Mit Gott wird ‚das Ende‘, ein ‚Neubeginn‘ sein.
Deshalb suchen wir nach seinem Licht, seinem Leben, seiner Freude.
Wir wollen bereit sein, um ihn in unserem Leben zu empfangen.
Möge die Zeit im Advent eine gute Hilfe auf diesem Weg sein.
Gott segne uns. Amen!

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