place our time before GodAdvent:
Diese Zeit weckt in uns oft frohmachende Erinnerungen.
Denn in diesen Wochen denken auch die meisten Christen nicht an die Zeit des Wartens auf das Christkinds, sondern viele denken bereits an Weihnachten, die Feier und die Geschenke, die man besorgen soll.

Advent ist aber für die Kirche eine ganz ernsthafte und intensive Zeit.
Sie ist ein Neuanfang.
Denn die liturgische Zeit, das Kirchenjahr beginnt mit dem 1. Advent.
Die Kirche lädt ihre Gläubigen ein
intensiv über den eigenen Glauben nachzudenken.
Die Lesungen des Sonntags vermitteln uns diese Botschaft ganz direkt.
Jesaja spricht über das Ende der Tage.
Auch das Evangelium benutzt vielerlei Zeichen und Symbole
um diese wichtige Botschaft zu unterstreichen.

Obwohl der Prophet Jesaja über das Ende spricht,
verkündet er trotzdem eine gute Nachricht.
Es geht um die gemeinsame Suche nach einem gemeinsamen Gott.
Es geht um Frieden und Einigkeit.

Wir erleben, dass viele Menschen ihre Macht und ihr Dasein
kämpferisch demonstrieren.
Sie wollen zeigen, dass sie auf ihre Art etwas erreichen können.
Heute aber hören wir von Menschen,
die auf Krieg und Gewalt verzichten wollen.
Sie zeigen dadurch ihre Sehnsucht nach einem schöneren und ruhigem Leben.
Gott und der Glaube an ihn kann mithelfen
dieses Vorhaben Wirklichkeit werden zu lassen.
Das klingt utopisch, vor allem in unserer Zeit:
Weil wir täglich das Gegenteil erleben.
Der einzelne Mensch denkt, dass sein eigener Glaube, der wichtigste und
der einzig wahre ist. Alle andere hätten keine Berechtigung zu existieren…
In diesem Irrglauben denkt der Mensch noch für Gott zu kämpfen.
Können die Worte des Propheten jemals wahr werden,
wenn Menschen mit diesen Einstellungen immer mehr werden?

Das Evangelium mahnt uns vor Krieg und vor Spaltung.
Es ruft uns aber auch zur Wachsamkeit auf.
Der Mensch hat die Möglichkeit sich für ein Ende der Gewalt und
für einen gemeinsamen Weg des Friedens zu entscheiden.
Gott macht uns hier keine Vorschriften.
Unsere Zeit und unser Tun liegt in unseren Händen.

Meinen Lieben,
die Zeit des Advents gibt uns wieder die Möglichkeit
unser Leben neu auszurichten.
Wollen wir für eine gesegnete Zukunft und
in der Sehnsucht nach Frieden leben?
Oder wollen wir einander bekämpfen und
die neue Zeit und das gute Bild Gottes
mit dem Blut der Feindschaft zerstören?

Lasset uns mit Gott in diese neue Zeit gehen.
Lasset uns diese Zeit menschenfreundlich gestalten.
Dann können wir den Gott des Lebens anbeten.
Gott segne uns in der kommenden Zeit. Amen!

— Thomas Kalathil

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