PrayerEinführung:
Wir sollen um ein reines Gewissen bitten, schreibt der Apostel Petrus in seinem Brief. Ein reines Gewissen ist wichtig und das wollen wir uns in dieser Fastenzeit als Ziel setzen. Denn nur mit einem reinen Herzen kann man eine gute Beziehung zu Gott pflegen.
Versuchen wir alles zu vermeiden, was die gute Beziehung zu Gott stören kann. Im Kyrie bitten wir um sein Erbarmen:

Predigt:
Wüste ist heutzutage nicht so furchterregend wie früher. Man kann heute einen Wüsten-Tourismus organisieren und dies bewusst erleben. Aber wenn man auch alles organisieren kann, so gibt es noch viele Gefahren in einer Wüste. Wenn es auch heut zu Tage noch gefährlich ist, dann können wir uns leicht vorstellen, welche Gefahren die Menschen in früheren Zeiten erwarteten.
Aber es gab Menschen, die diese Gefahren bewusst gewählt haben.
Auch Jesus gehörte dazu…obwohl er um die großen Schwierigkeiten wusste.

Markus ist in seinem Bericht wenig ausführlich. Bei Matthäus
(4, 1-11) und Lukas (4, 1-13) kann man mehr darüber lesen.

Ganz gleich wer der Verfasser ist, so gibt es hier eine Sache, die man nicht leicht verstehen kann:
Jesus geht in die Wüste um zu beten. Aber er hat hier nicht nur spirituelle Erfahrungen, sondern er wurde auch vom Teufel versucht.
Die Evangelisten wollen uns damit sagen, dass die Versuchungen zum Leben gehören. Auch als gläubiger Mensch ist man gegen Zeiten der Versuchung nicht gefeit.
Jesus aber lehrt uns: Um den Versuchungen zu widerstehen braucht man die Kraft des Gebetes…
Die Versuchungen Jesus in der Wüste sagen uns noch etwas:
Nicht ein bestimmter Ort macht unsere Gebete heilig.
Man kann in einer Wüste oder in einer Metropole leben.
Man kann in dem Petersdom oder in einer bescheidenen Ortskirche beten. Egal wo man lebt oder betet, kein Ort kann eine Versuchung fernhalten. Entscheidend ist nur unsere innere Kraft, die wir aus dem Glauben schöpfen. Wenn wir davon gestärkt sind, dann können wir überall mit Gott leben.

Jesus erlebt Gott und den Versucher in der Wüste. Aber er widersteht den Versuchungen, da seine spirituelle Kraft stärker ist.
Mit dieser großen Geisteskraft geht er in sein Wirkungsgebiet, nach Galiläa. Er war nicht gekommen, um ein Wüstenleben zu führen, sondern den Menschen den neuen Weg zu Gott zu weisen.
Dazu musste er mit den Menschen leben. Für dieses Wirken brauchte er immer wieder die Kraft Gottes. Und wir hören oft in den Lesungen, dass er diese Kraft im Gebet, in der Einsamkeit gewinnt.

Auch wir müssen im Gebet die Kraft sammeln um den bösen Geist zu besiegen. Die Fastenzeit ist eine Zeit um unseren Glauben zu stärken; pflegen wir das Gebet in unseren Familien, mit unseren Kindern.
Nicht nur vor der Mahlzeiten und vor dem ‚zu Bett gehen’, sondern versuchen wir eine ständige Kultur des Gebetes in der Familie zu pflegen. Denn nur so können wir den Glauben an unsere Kinder weiter geben.

Beten kann man auch, wenn man seinen Tag beginnt, wenn man unterwegs ist, wenn man seine Schularbeiten beginnt und
sogar wenn man ein Martinshorn hört…
Ja, dazu gibt es viele Gelegenheiten und man muss dazu nicht in die Wüste gehen.
Die Fastenzeit ist die Zeit um unsere Seelen mit dem Gebet zu stärken und zu reinigen. Versuchen wir es zu praktizieren.
Gott segne und stärke uns, unsere Familien durch das Gebet! Amen.

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