All SaintsEinführung:
Manche Religionen lehren, dass der Mensch das Leben so hinnehmen soll, wie es ist. Das nennen sie Schicksal.
Aber Christus und die Heiligen ermuntern und sagen uns etwas anders: Wir können unser Leben gestalten. Wenn wir unsere Berufung erkennen und ihr nachfolgen, dann beginnt ein neues Leben.
Die Heiligen lehren uns viele solcher Geschichten. Am Tag Allerheiligen wollen wir uns in dieser Hoffnung stärken.
Für diese große Gnade wollen wir Gott danken:

Predigt:
Menschen brauchen Vorbilder. Schauen wir einfach in die Zimmer unserer Kinder und Jugendlichen, deren Wände oft mit einem oder vielen Postern gestaltet sind. Manchmal ist es das eines berühmten Sportlers oder einer Sportlerin, eines Schauspielers oder Schauspielerin. Hierzu gibt es viele Beispiele. Diesen ‚Vorbildern’ sind sie im wahren Leben nie begegnet, trotzdem bauen sie eine, zu dieser Person, innere Beziehung auf.

Auch der Glaube braucht Vorbilder und Begleiter.
Manche brauchen sie besonders wenn es ihnen nicht so gut geht…
Wenn der Weg enger und steiler wird, dann suchen sie Gott und
suchen die Fürbitte der Heiligen.
Selbstverständlich, Gott ist das Ziel unseres Glaubens.
Aber auf dem Weg zu Gott hin brauchen wir auch Hinweise und Hilfestellungen. Die wollen uns die Heiligen geben.

Manchmal denke ich – ich bin nicht sicher, ob dieser Vergleich so optimal ist – unsere Heiligen könnte man mit einem Navigationsgerät vergleichen.
Ein gutes Navi gibt uns Hinweise, wenn wir unser Fahrverhalten ändern oder aufpassen müssen und es führt uns zum Ziel.
Ja, so sollten wir auch die Heiligen sehen.
Durch ihr Leben führen sie uns zu Gott.

Aber so einfach ist es nicht mit dem Navi. Denn manchmal sagt es uns – mitten auf der Autobahn – „Bitte wenden“!
Das kommt vor, wenn das Gerät nicht auf dem aktuellsten Stand ist oder wenn das Gerät die „GPS“ Verbindung zur Satelliten verliert.
Zunächst sind wir nun ratlos, aber dann wird uns eine alternative Lösung angeboten.
Ja, so ist es auch in unserem religiösen Leben.
Wenn unsere Beziehung zu Gott nicht gepflegt wird, dann kann es zur Verwirrung im Leben kommen. Die Heiligen wollen uns dabei Hilfestellung geben und uns wieder zu Gott zurückführen…

‚Heilig sein’ heißt nicht nur eine schöne Ewigkeit bei Gott verbringen.
Vorher haben wir viele Aufgaben zu bewältigen: die Nächstenliebe des Hl. Vinzenz von Paul, die Einfachheit des Glaubens der Heiligen Theresa vom Kinde Jesu, der Mut des Paulus, der Wille des Hl. Augustinus zum Verändern, die Hoffnung einer Mutter, wie die der Hl. Monika, die Bescheidenheit des Franz von Assisi … Ja, man kann heute von ihrem Leben viel lernen…

Die Heiligen verkünden eine weitere gute Botschaft. Sie sagen uns, heilig sein ist nicht etwa für eine bestimmte Gruppe reserviert.
Dafür muss man kein Held sein.
Denn zu den Heiligen gehören Männer und Frauen, Kinder und Alte, Familienmenschen und Ledige…
Das heißt, auch wir als Vater, Mutter, Oma, Opa, Kind, Arbeitgeber, Mitarbeiter können das erreichen. Man soll nur den begleitenden Gott und seine ansteckende Liebe entdecken. Ja, meine Freunde, an diesem Tag feiern wir diese grenzenlose Möglichkeiten unseres Glaubens.

Die Heiligen ermuntern uns – heute und immer wieder. Sie verkünden uns ein neues Gesicht Gottes. Sie lehren uns, dass die Barmherzigkeit und die Liebe Gottes niemals aufhört.
Möge die Heiligen Gottes stets unsere Begleiter sein. Amen!

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