Compassion to actionEinführung:
Den Adler sieht man in vielen Wappen. Der Adler ist Symbol für Unsterblichkeit, Mut und Kraft. Nach altem Glauben blickt er beim Auffliegen direkt in die Sonne.
Ja, er hat einen Weitblick nach unten und oben.
So sieht er Dinge aus größer Hohe und kann schnell reagieren…
Gott ist wie ein Adler; er hat einen Weitblick für uns.
Er ist nicht nur ein Gebieter, sondern er sorgt dafür,
dass es uns gut geht. Er ist aufmerksam und sieht, was wir brauchen.
Für seine Liebe und Sorge preisen wir ihn im Kyrie:

Predigt:
„Früher wurden Priester, Lehrer oder Eltern in einer Gesellschaft anders wahrgenommen. Ihnen wurde mit Respekt begegnet. Heute ist das nicht mehr der Fall. Oft hört man Kritik. Vor allem Priester erlangen in der Öffentlichkeit selten Aufmerksamkeit.“
Diesen Satz habe ich in der vergangenen Woche gehört.
Ja, es stimmt: Kirche, Religion und ihre Vertreter sind heutzutage nicht mehr über jede Kritik erhaben. Außerdem muss man sagen, dass Fehler seitens der Religion und Seelsorgern sich schnell in der Öffentlichkeit verbreiten.
Manche sind sogar froh darüber, weil sie selbst keine Religion mehr haben oder wollen.
Manche verbreiten absichtlich Kritik, weil sie gegen Religion sind.
Es gibt auch eine andere Gruppe, die so handelt, weil sie behauptet ihre eigene Religion sei die Bessere.

Viele verbinden religiösen Glauben mit psychischen und physischen Elementen. Diese behaupten, dass man heute weder Seelsorger noch Religion braucht. Ihrer Meinung nach ist Spiritualität Lüge oder Geschäftemacherei. In wenigen Fällen mag dies auch zutreffen.
Aber soll das alles sein – nur gute Psychologen und Ärzte?
Natürlich werden diese Spezialisten gebraucht.

Aber Seelsorger sind auch in der heutigen Welt wichtig.
Deswegen treffen wir in allen Verbänden – wie bei den Rettungsdiensten, den Krankenhäusern usw. noch Seelsorger an.
Ja, auch in den Krankenhäusern, wo Ärzte ihren Dienst leisten,
fragen Menschen oft nach einem Seelsorger.
Denn Seelsorger sein heißt nicht nur ein Amt begleiten.
Ein Priester ist der Verwalter der Sakramente.
Er hat eine besondere Nähe zu Gott. Durch diese Nähe kann er Menschen in einer einzigartigen Weise trösten und begleiten.

Auch Jesus spricht über einen solchen Hirtendienst.
Im heutigen Evangelium hören wir von seiner Sorge für die Menschen.
Denn auch Jesus war ein Hirte und erkennt darum ihre Not.
Er hatte Mitleid mit den müden und erschöpften Menschen.
…und diese hoffen, dass Jesus ein Wunder vollbringen wird. Er wird sie vielleicht mit Essen versorgen. Vielleicht Brot vermehren und sie somit stärken. Ja, solche und ähnliche Situationen finden wir im Evangelium…

Aber interessanterweise hören wir heute etwas anders.
Er betet um Hirten für die Menschen und nicht nur das. Er ruft die Apostel zusammen und gibt ihnen Vollmacht den Menschen zu helfen. Ja, Jesus hat eine Lösung für die Not der Menschen gefunden.

Meine Lieben,
Mitleid ist nicht nur ein Gefühl. Es ist eine Einladung tätig zu werden.
Es ist eine Berufung nach Lösungen zu suchen.
Jesus sieht in dieser Lage die Not der sorgenvollen Menschen.
Ein Seelsorger muss nicht unbedingt nach Anerkennung streben.
Denn Gott – nicht die Menschen – schenkt ihm Anerkennung.
Aber wenn er wirklich die Not der Menschen lindert,
wird er auch bei ihnen Aufnahme finden.
Jeder von uns kann Seelsorger sein, wenn er oder sie diesem Vorbild folgt. Denn jeder Christ ist ein Teil im allgemeinen Priestertum Christi. Dazu müssen wir hinsehen, erkennen und danach handeln.
Gott mache uns zu guten Seelsorgern. Amen!

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