Word of GodEinführung:
In der vergangenen Woche hat die Welt einige gute Nachrichten gehört. Die Friedensbemühung mit Nordkorea ist eine davon.
In Russland hat die Fußball-Weltmeisterschaft begonnen.
Die Menschen freuen sich über diese unterschiedlichen, aber positive Nachrichten…
Leider gibt es auch immer wieder negative Berichte über Schicksale und Schmerzen der Menschen, die uns irritieren und traurig machen.
Aber die guten Nachrichten ermutigen uns und sagen,
dass wir doch die Welt im positiven Sinn mit gestalten können,
wenn wir es nur wollen.
Vor uns liegt eine neue Woche…
Wir wollen sie mit der Hilfe Gottes positiv und hoffnungsvoll angehen. Um diese Gnade bitten wir den Herrn im Kyrieruf:

Predigt:
Im Zusammenhang mit dem heutigen Gleichnis im Evangelium hört man manche Fragen:
Ist tatsächlich das Senfkorn der kleinste Samen aller Samenkörner?
Nein… Ein Senfkorn hat ungefähr 1 Millimeter Durchmesser.
Die Orchideensamen sind die kleinsten von allen Samen.

Wird die Senfpflanze zum größten Baum?
Auch das ist nicht korrekt: Senf ist kein Baum, sondern nur eine Pflanze, die etwa zwischen ein und zwei Meter hoch wird…

Sicherlich kommt dann die nächste Frage:
Vermittelt uns das Evangelium falsche Informationen?
Insbesondere von Kirchenkritikern hören wir solche Fragen.
Sie wissen, dass Jesus kein Biologe war…
Sie wissen auch, dass die heilige Schrift kein wissenschaftliches Buch ist. Trotzdem drängt es sie solche Fragen zu stellen, um die Menschen zu verunsichern.
Mit der Zeit habe ich gelernt, mit solchen Kritikern nicht mehr zu diskutieren. Denn sie haben grundsätzlich etwas gegen die Kirche und die Religion. Sie suchen einfach nach Stoff um sich ‚heiß’ zu reden…
und sie würden auch nur selten eine Erklärung von uns annehmen.

Ja, wenn jemand versucht Jesus wortwörtlich zu nehmen, dann wird seine Suche in solchen Zweifeln enden.
Aber jeder, der Christus und seinen Worten ehrlich folgt spürt,
dass er mit seiner Verkündigung den Menschen nur eine Botschaft vermitteln wollte.
Dazu hat er Geschichten, eben die Gleichnisse, verwendet.
Die Symbole und Bilder in den Erzählungen waren Dinge, die den Menschen aus ihrem Alltag bekannt und geläufig waren.
So konnten sie den Sinn seiner Lehre leichter verstehen.
Und wenn sie bereit waren in seiner Nähe zu bleiben und nach dem tieferen Sinn zu suchen, dann hat Jesus ihnen seine Botschaft gerne weiter ausgelegt.
Jesus spürte, wenn seine Zuhörer echtes Interesse an seinen Worten hatten.

Menschen, die Jesu Botschaft nur oberflächlich ‚untersuchten‘, oder gar kritisierten, haben diese Chance nicht bekommen.
Sie waren nicht mehr offen und hatten oft schon ihr Urteil gefällt.

Die Bilder, die Jesus verwendet, sind auch eine Hilfe für uns.
Sie sind eine Einladung an uns, Gott zu suchen und seinen Worten ohne Vorbehalt zuzuhören.
So sollte unser Interesse an Gottes Wort sein.
Dazu müssen wir die Heilige Schrift aufmerksam lesen und eine Zeit der Stille finden, damit das Korn in uns keimen kann… Nur so werden wir seine Worte verstehen…

Gottes Wort können wir nicht allein mit unserem Verstand begreifen
dazu brauchen wir auch liebende und suchende Herzen…

Lasst uns für Gottes Wort Zeit finden.
Lasst uns immer in seiner Nähe bleiben.
Dann werden wir ihn in seiner ganzen Fülle verstehen und erleben.
Gott segne uns. Amen!

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