FearlessEinführung
Manchmal begegne ich Menschen, die von ihren Ängsten sprechen.
Erstaunlicherweise erzählen sie nicht von einer Angst vor bösen Geistern, sondern sprechen von Angst vor den Menschen.
Ja, manchmal haben wir Angst vor Mitmenschen oder lassen zumindest Vorsicht walten.
Gott verwandelt unsere Ängste und ruft uns zur Gemeinschaft,
die uns Geborgenheit schenkt. Ihn preisen wir im Kyrie-Ruf:

Predigt:
Hätte ich heute meine Predigt in London, Lissabon oder in Paris halten müssen, wäre ich wohl ich Schwierigkeiten geraten.
Denn es ist nicht leicht vor Menschen, die Schreckliches erlebt oder alles verloren haben, über Mut zu predigen.
Menschen, die von den Katastrophen, Terror und
anderen Schicksalen heimgesucht worden sind, leben in beständiger Angst.
Diese Ängste können ganz unterschiedlich sein.
Ich erinnere mich an meine Schulzeit, wo ich einige ängstliche Mitschüler erlebt habe.
Sie wollten zum Beispiel an einem Schulwettbewerb teilnehmen und haben sich auch dazu angemeldet.
Aber wenn sie an der Reihe waren und ihre Namen aufgerufen wurden, standen sie reglos auf der Bühne.
Manche versteckten sich sogar.

Angst ist kein guter Freund. Das hören wir oft.
Angst kann uns niemals helfen, weil sie alle unsere Möglichkeiten der Entwicklungen lähmt oder gar verhindert.
Angst macht uns nicht frei, sondern sie fesselt uns.
Darum sagt die moderne Wissenschaft, dass die Kinder ohne Angst aufwachsen sollen. Ja sich nur dann entfalten können,
wenn sie angstfrei leben dürfen.

Auch Jesus hat immer wieder dieses Thema aufgegriffen.
Das Wort „fürchten“ hören wir heute viermal:
Dreimal sagt Jesus, „fürchtet euch nicht“.
Aber einmal sagt er, dass wir doch etwas fürchten müssen,
nämlich von den, der unseren Leib und unsere Seele verderben kann.

Ja, seine Jünger aus der Angst zu befreien war eine Mammut- Aufgabe für Jesus. Das war auch seine Daueraufgabe.
Auch nach seiner Auferstehung hat er dieses Wort noch oft verwendet.

Auch dafür gibt es eine Erklärung:
Seine Jünger lebten in einer Gesellschaft, in der alles durch Regeln bestimmt. Gebote oder Verbote spielten eine wichtige Rolle in Israel. Rituale hatten oberste Priorität.
„Tut das nicht“, „handelt so oder so“; ja, immer wieder stießen sie an die Grenzen ihres Handelns.

Aber Jesus ermutigt diese Menschen und sagt: „Ihr seid mehr wert….“
Seine Botschaft ist, dass wir unsere Seelen nicht verkaufen und nicht zerstören lassen sollen. Denn in der Folge verliert man den Mut und sein Selbstbewusstsein. Die Jünger erleben die richtige und echte Freiheit erst nachdem sie den Heiligen Geist empfangen haben.

Jesus lehrt uns unsere Seele mit dem Glauben zu stärken.
Vom Geist Gottes sollen wir unsere Seelen beflügeln lassen. Nicht in der Angst, sondern in der Freiheit werden wir den wahren Gott erleben.

Wir sollen vorsichtig auf Menschen zugehen. Aber, nicht die Angst, sondern die Hoffnung sollte Basis unserer Begegnungen sein.
Wir sollen darauf vertrauen, dass es Menschen gibt, die der Welt Freiheit schenken können.
Stellen wir uns selbst vor Gott. Glauben wir an Gott, der uns behütet. Denn Gott kann alles, auch die Ängste und Schicksale zum Guten wenden. Gott schenke uns und allen Menschen die Kraft des Glaubens und der Gemeinschaft. Amen!

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