finding-the-real-truth
Einführung:
Die erste Lesung aus dem Buch Sacharja erinnert uns eigentlich an die Karwoche. Sie deutet auf das Leiden Jesu hin, der am Kreuz „durchbohrt“ wurde.
Auch das Evangelium berichtet von dem Messias, der
nicht die Herrlichkeit Gottes besitzt, sondern von einem Messias, der
große Leiden auf sich genommen hat…

Nicht nur Gott, auch wir erleben diese beiden extremen Seiten in unserem Leben. Bitten wir um die Kraft Gottes, all das im Glauben annehmen zu können:

Predigt:
Die heutige Zeit ist eine Zeit der Eigenwerbung und Selbstdarstellung.
Man glaubt gewisse Fähigkeiten zu haben und setzt alles daran, um diese auch den Mitmenschen mitzuteilen.
Dabei unterscheiden wir verschiedene Gruppen von Menschen.
Manche versuchen sich durch gute Werke zu profilieren.
Dazu gehören viele Sänger, Künstler, Redner und sogar YouTuber …
Sie nutzen die enorm vielen Möglichkeiten der heutigen Medienwelt um zu zeigen, welche besonderen Talente sie besitzen.

Es gibt noch eine andere Gruppe: Auch sie macht Schlagzeilen und erregt die Aufmerksamkeit – meistens durch negative Aktionen.
So begegnen uns Menschen, die auf der Straße Autos zerstören, Kirchen und religiöse Symbole schänden, Menschen auf der Straße angreifen… Solche Nachrichten sind heutzutage nicht selten.

Sei es gut oder schlecht, Menschen tun all das,
weil sie Anerkennung und Aufmerksamkeit suchen.
Manche erreichen ihr Ziel durch gute,
andere durch böse Taten.
Auch Jesus hatte eine goldene Chance um berühmt zu werden.
Denn, die Menschen seiner Zeit, waren auf der Suche nach einem Messias, der besondere Kräfte besitzt,
der das Volk von den Römern befreien konnte.

Jesus hatte alle möglichen Eigenschaften.
Er konnte Wunder wirken,
er konnte Menschen durch seine Worte begeistern und sie überzeugen.

Das Evangelium jedoch berichtet, dass er keine große Aufmerksamkeit suchte.
Obwohl Petrus auf seine Frage antwortete, dass er doch der Messias sei, verlangt er von seinen Jüngern Stillschweigen.
Dafür mag Jesus seine eigene Erklärung gehabt haben.

Manche werden sagen:
Was Jesus damals getan hat, war ein Fehler.
Denn dadurch hat er die große Chance verspielt
um berühmt zu werden.
Jesus aber ging unbeirrt seinen eigenen Weg.
Er suchte nicht die Anerkennung von Menschen, sondern in erster Linie die Anerkennung seines Vaters. Darauf war sein Wirken ausgerichtet. Er wollte, dass das Tun der Menschen allein zur Ehre Gottes gereichte.

Selbstdarstellung ist nicht in sich schlecht, wenn sie zielgerichtet ist.
Gott wird es lieben, wenn wir unsere Talente richtig einsetzen.
Aber geschehen alle Selbstdarstellungen in guter Absicht?
Jesus fragt uns: WIE gehen wir um – mit unseren Talenten?
Suchen wir eigene Berühmtheit oder stellen wir Gott in unsere Mitte?

Können wir ab und zu still sein wie eine schöne Blume,
die ohne Laut zu geben unauffällig blüht und uns Freude schenkt?
Jesus liebt an uns eine gewisse Einfachheit und Unauffälligkeit.
Lieber Gott, segne uns mit deiner Demut. Darum bitten wir dich an heutigen Tag. Amen!

WordPressFacebookBlogger PostDeliciousDiggEmailTwitterShare