giving is gainingEinführung:
Nach einer Verhandlung hört man oft von Politikern folgende Formulierung: „Das ist eine „win-win Situation “.
Das heißt beide Parteien haben Vorteile für sich erreicht.
Viele Dinge können wir heute in diese Kategorie einordnen.
Auch der Gottesdienst, unser Glaube an Gott hat seine positiven Seiten. Aber das rechnen wir nicht mit Geld auf.
Die Zeit, in der wir der Kirche verbunden sind, ein Gebet das wir für andere sprechen, tragen ihre Früchte für unser Leben.
Jesus sagt, wir sollen uns nicht am Gewinn orientieren.
Unser Gewinn soll die Freude an der Gemeinschaft untereinander und mit Gott sein. Dafür beten wir:

Predigt:
Wenn eine Saison zu Ende ist, sehen wir viele Angebote im Ausverkauf, Schlussverkauf usw. Oft kaufen wir Dinge, die wir nicht unbedingt brauchen, nur weil sie günstig sind. Aber wie können die Geschäfte so etwas anbieten? Warum wollen sie auf ihren Gewinn verzichten? Der Gewinn ist doch das Ziel der Wirtschaft.
Warum verkaufen sie ein Produkt zum reduzierten Preis?
Wenn man es genau beobachtet, so sehen wir, dass die Mode vielleicht nicht mehr aktuell ist oder das Produkt eine mindere Qualität hat oder seinen Wert auf dem Markt einfach verloren hat. Manche produzieren sogar günstigere Waren, weil sie die Richtlinien und das Recht der Anderen missachten. Sind die Preisstürze sogar ein Abzocke?
Es gibt so viele Gründe für ein sogenanntes Geschäft “ohne Gewinn“.

Die Apostel haben ganz sicher die Anhänger der Pharisäer und der Schriftgelehrten beobachtet. Sie haben gesehen, dass es merkwürdige und sichtbare Unterschiede zwischen ihrem und deren Leben gibt.
Bestimmt haben sie sich selbst auch die Frage gestellt, was sie durch die Nachfolge Jesu gewinnen können.
In solchen Situationen konnte Petrus nicht schweigen. Er fragt Jesus:
„Wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen?“ (Mt 19, 27). Jesus verspricht ihm nichts für sein irdisches Leben, sondern die Herrlichkeit in der Ewigkeit.
Auch im heutigen Evangelium hören wir eine ähnliche Antwort.
Jesus betont: Das wichtigste ist die Liebe als Antwort auf die Berufung.
Eigenliebe oder Liebe für vergängliche Dinge und Beziehungen hat hier kaum Platz. Jesus lehrt seine Jünger, dass ihre Nachfolge, einen ganz anderen Stellenwert hat. Die Berufungen sind nicht erfolgt, um etwas zu gewinnen, sondern um zu geben.
Das erzählt auch die Geschichte des Propheten Elischa.
Elischa wurde von einer vornehmen Frau freundlich aufgenommen.
Er wusste zugleich, dass er nicht nur die Gastfreundschaft annehmen darf, sondern auch etwas zurückgeben muss. Deshalb fragte er den Diener, was er für diese Frau tun kann!
Ja, meine Lieben, wir bekommen in unserem Leben viel geschenkt.
Wir haben eine gute Familie, Freunde, ein schönes Land und viele andere wertvolle Dinge in unserem Leben…Wir bekommen große Anerkennung und viele Möglichkeiten stehen uns offen. Wir lieben und werden wieder geliebt. Wir dürfen dies alles aber nicht als selbstverständlich hinnehmen, sondern wir müssen uns auch die Frage stellen: Was kann ich für die Anderen tun?
Ich bin zum Glück vielen Menschen mit dieser Einstellung begegnet.
Sie wollen etwas konkret bewirken. Sie wissen, sie können nicht die ganze Welt verändern, aber durch ihre Taten der Hingabe können sie die Welt einiger Menschen verbessern. Das ist meine persönliche Erfahrung in der letzten Zeit, hier mit euch.
Der Prophet Elischa verspricht der Frau einen Sohn. Dieser Wunsch geht in Erfüllung. Wir sind berufen anderen zu helfen. Anderen ihre Welt zu verbessern. Fragen wir nicht, was wir dafür bekommen, sondern überlegen wir weiter, was ich für mein Umfeld, für meine Mitmenschen Gutes tun kann. Fragen wir nicht, wie kann ich meine Gewinne vergrößern, sondern fragen wir uns, wie wir Menschen gewinnen können. Gehen wir dieser Frage nach, dann werden wir sicherlich viel Freude erleben. Gott segne uns dazu die richtigen Fragen zu stellen. Amen!

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