faith-crossing-limitsEinführung:
Wir erfahren Freuden und Leiden im unserem Leben. Aber wenn die Lasten zu schwer werden brauchen wir Hilfe.
Dann suchen wir Gott und auch Menschen, die uns Trost schenken können.
Als Pilger auf dieser Erde erleben wir viele Bereiche, in denen wir Gottes Hilfe und Licht brauchen.
Mit offenen Herzen wollen wir ihn in unser Leben einlassen.

Predigt:
Wir Menschen brauchen Freunde, die uns zuhören und mit denen wir alles besprechen können.
Mit ihrer Hilfe können wir viele Probleme lösen.
Es gibt aber auch Menschen, die diese Hilfe nicht annehmen können.
Sie werden ganz selten ihre Probleme mit anderen teilen, sie versuchen sie entweder selbst zu regeln oder auch tot zu schweigen. Trotzdem kann der Moment kommen, dass sie doch Hilfe suchen müssen, entweder von Menschen oder von Gott.

Zwei solche Menschen erleben wir im heutigen Evangelium.
Zuerst sehen wir Jairus:
Er bittet Jesus seine Tochter zu heilen.
Dann sehen wir eine Frau, die auf Heilung hofft, aber das nicht aussprechen kann. Jede Frau hätte Probleme über ihre ‚Frauenkrankheit‘ vor einer Menschenmenge oder einem Mann, auch vor Jesus, zu sprechen. Noch viel mehr damals, vor 2000 Jahren…
unmöglich.

Aber wir haben im Evangelium gehört, dass beide versuchten alles Menschen mögliche zu unternehmen.
Zum Beispiel hören wir, dass die die Frau von vielen Ärzten behandelt wurde und dafür schon ihr ganzes Vermögen ausgegeben hatte.
Auch Jairus hätte alles für seine Tochter getan.

Denn er war ein Synagogenvorsteher. Er hat in der Synagoge nicht nur für Ordnung gesorgt und die Aufgaben im Gottesdienst verteilt, sondern war ebenso für die Instandhaltung des Synagogengebäudes verantwortlich. Also er war nicht nur eine hochstehende Persönlichkeit, sondern auch ein wohlhabender Mensch. Er hat sicher nichts unversucht gelassen um seiner Tochter zu helfen.

Ja, beide Personen haben zunächst versucht ihre Probleme mit eigenen Mitteln zu lösen. Aber sie haben von Menschen keine wirkliche Hilfe erfahren. Darum kommen sie zu Jesus.
Jairus macht das öffentlich, die Frau versucht es sehr diskret. Aber beide hatten einen großen Glauben. Das Wichtigste war für sie – Jesus zu finden.

Wie viele Menschen begegnen uns in unserem Leben?
Wie viele davon haben ihre Herzen vor uns geöffnet, vor uns geweint, weil sie nicht wussten, wie es weiter gehen sollte?
Wie viele haben uns, als einem Freund, als einem Begleiter, als ein gläubiger und betender Mensch, Vertrauen geschenkt und gefunden?
Wie vielen konnten wir mit unseren Worten Trost schenken?

Auch wenn wir, anders als Jesus, keine Wunder wirken können,
dürfen wir Menschen begleiten. Das ist sehr wichtig in unserer Zeit.
Wir können vieles mit Geld kaufen, was wir als Menschen einander schenken können, das ist noch viel wertvoller.

Die Menge hat der Frau den Weg hin zu Jesus schwer gemacht.
Auch die Leute, die im Haus des Jairus waren, haben ihn ausgelacht.
Aber sie konnten deren Glauben nicht mindern. Denn sie waren mutig. Durch diesen Mut erfuhren sie Heilung.
Das ist Glaube… das kommt aus einem echten Glauben.
Lasst uns den Hochmut vermeiden, unseren Glauben stärken, den Weg zu Jesus finden und auf seinem Weg bleiben.
Dann wird uns vieles gelingen, was wir aus eigener Kraft nicht schaffen können. Gott segne uns. Amen!

WordPressFacebookBlogger PostDeliciousDiggEmailOrkutShare