God is Consolation
Einführung:
Die Jünger Jesu waren einfache Fischer, Handwerker oder Beamte. Sie waren wohl einfache, aber keine dummen
Menschen, sondern fleißig, abenteuerlich und auch mutig gewesen. Die spätere Geschichte sagt uns,
dass in der Kirche auch erstaunlich kluge und unterschiedlich begabte Menschen, wie Augustinus, Thomas von Aquin usw. wirkten. Ja, Jünger Christi sein bedeutet: Gott, bei aller Verschiedenheit in das eigene Leben einlassen.
Er will auch in der Familie, bei einem älteren Menschen oder auch in einem Kind wirken und das Leben wunderbar verwandeln… Dafür danken wir ihm:

Predigt:
„Wie kann ich im Leben glücklich und fröhlich sein…“
Mit dieser Frage kam ein junger Mann zu einem alten Gelehrten.
Der Gelehrte verlangte von ihm einen Spaziergang durch das Dorf zu machen und dann zurück zu kommen. Als er gegen Abend wieder zurück war, fragte ihn der Gelehrte:
„Nun… was hast du alles erlebt?“
Der Mann erwiderte: „Ja, unterwegs sah ich ein spielendes Kind das sich an seiner alten Puppe erfreute.
Aber als es ein anderes Kind mit einem anderen Spielzeug sah, fing es an zu weinen und verlangte nach diesem Spielzeug…

Dann habe ich einen Landwirt beobachtet, der mit seinen Ochsen das Feld bestellte. Er arbeitete langsam und sang dabei fröhliche Lieder.
Aber als er nun einen anderen Bauern sah, der mit der Maschine arbeitete, wurde er neidisch. Ab diesem Moment wurde er nachdenklich und sang keine fröhliche Lieder mehr…“
„Und, wieso haben die beiden ihre Freude verloren?“
fragte der Gelehrte.
„Weil sie sich an den anderen orientierten“. antwortete der junge Mann.

Der Weise antwortete ihm: “Nun weißt du, wie du dein Glück und deine Freude erhalten kannst“.

Wie wir aus dieser Geschichte ersehen, kann man in seinem Leben entweder glücklich oder traurig sein.
Dazu ist es aber wichtig, in welche Richtung man blickt.

„Ich will euch erquicken“…, „…ihr werdet Ruhe finden…“
Diese Worte Jesu im Evangelium klingen tröstlich.
Denn jeder wünscht sich Friede und Zufriedenheit im Leben.
Aber wir wissen, dass das nicht so einfach zu erreichen ist.

Freude erfahren ist eine Kunst. Wenn man diese beherrscht,
kann man auch an kleinen Zeichen seine Freude finden…
Der Glaube an Gott und das Vertrauen in die Mitmenschen sind dabei sehr wichtige Elemente.

Wenn Jesus sagt, dass sein Joch nicht drückt und
seine Last leicht ist, geht es nicht nur um äußerliche Dinge…
Denn ein Leben ohne jegliche Last gibt es nicht.
Physische oder psychische Leiden sind Teile unseres Lebens…
Die vielen Menschen, die Jesus zu hörten, hatten auch ihre Leiden, ihre Probleme.
Aber das Vertrauen auf Gott vereinfachte alles und
gab ihnen mehr Mut und Freude als es die
vielen komplizierten Regeln ihrer Zeit konnten,
die letztlich lieblos waren und die Menschen entmutigten.

Jesus hat sie „selig“ genannt, obwohl sie arme und einfache Leute waren. So eine Botschaft hatten sie nie zuvor gehört.
Für Jesus waren alle wertvolle Mitmenschen und Kinder Gottes. Und das war und ist die Attraktion und
Einmaligkeit des Evangeliums.
Seine Worte waren Lebensatem und Trost für sie…

Sind die Menschen in meiner Kirche,
in meiner Umgebung wirklich fröhlich und glücklich
durch den Glauben an Christus?
Wir können nur glücklich sein,
wenn wir Christus orientiert leben,
wenn das Evangelium unser Licht ist.

Ja, die Kirche ist in der Welt, um
die Lasten der Menschheit zu erleichtern.
Sie soll einen menschenfreundlichen Gott verkünden und
sie dadurch entlasten…
Nur dann werden die Menschen ihre Kirche lieben.

Wir brauchen fröhliche Christen in der heutigen Zeit.
Denn das Evangelium ist
die Botschaft des Lebens und der Freude in Gott.

Auch wenn die Lasten schwer sind,
haben wir einen Gott,
der uns tröstet und uns Kraft und Freude spendet.
Dieser Glaube möge uns ermutigen.
Gott segne uns dazu. Amen!

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