HumbleEinführung:
Ist heute Weihnachten oder Palmsonntag? Die erste Lesung vermittelt uns diesen Eindruck, weil wir aus dem Buch des Propheten Sacharja einige Formulierungen hören, die man auch an diesen beiden Feiertagen liest. Aber wir wissen, dass heute weder Weihnachten noch Palmsonntag ist. Die vernommene Botschaft über unseren Gott, der mächtig und dennoch demütig ist, wird damit noch einmal unterstrichen. In Demut, aber auch mit Mut, wollen wir vor Gott treten, der uns (Ruhe) Frieden schenkt. Dafür danken wir ihm:

Predigt:
Bevor Alexander der Große starb, äußerte er noch drei Wünsche. Er sagte: „Mein erster Wunsch ist es, dass ausschließlich meine Ärzte meinen Sarg tragen. Zweitens wünsche ich, dass, wenn der Sarg zum Grab getragen wird, der Weg zum Friedhof mit dem Silber, Gold und Edelsteinen übersät ist, die sich in meiner Schatzkammer befinden. Mein dritter und letzter Wunsch ist, dass meine beiden Hände aus meinem Sarg baumeln sollen.“
Alexander ließ dazu noch eine Erklärung folgen. Er sagte:
„Ich möchte, dass die Welt diese drei Lektionen erkennt, die ich gerade gelehrt habe. Ich will, dass meine Ärzte den Sarg tragen, weil die Menschen erkennen sollen, dass kein Arzt wirklich und endgültig heilen kann. Sie sind machtlos und können keinen Menschen vor dem Tod bewahren. Der zweite Wunsch ‚Schüttet Gold, Silber und andere Reichtümer auf dem Weg zum Friedhof, ist um den Menschen zu zeigen, dass ich nicht auch nur ein Bruchteil des Goldes mitnehmen kann… Ich habe mein Leben lang Zeit darauf verwendet ein Vermögen anzusammeln und muss alles zurück lassen. Die Menschen sollen begreifen, dass es Zeitverschwendung ist irdischen Gütern hinterher zu jagen. Zu meinen dritten Wunsch, meine Hände aus dem Sarg baumeln zu lassen… Ich möchte, dass die Menschen wissen, dass ich mit nichts auf diese Welt gekommen bin und auch ohne alles aus dieser Welt scheide.“
Ich bin sicher, dass Sie diese Geschichte schon gehört haben…
Ja, große Herrscher und Politiker haben unsere Welt geprägt. Sie waren auch einflussreich und mächtig. Waffen und Diplomatie nutzten sie, um die Menschheit zu beherrschen. Aber nur wenige haben, wie Alexander, die Tatsache erkannt wie kurzlebig dies alles ist.
Christus war auch ein Führer und seine Jünger genießen heute noch große Anerkennung (und Macht).
Mit Jesus wurde eine neue Geschichte geschrieben: Er lehrte, dass Bescheidenheit und Menschenliebe die wichtigen Merkmale seiner Jünger sein sollten.
Jeder hat seine Fähigkeiten und Talente. Diese sollten auch den Mitmenschen zugute kommen, denn Macht und Herrschaft werden ein Ende haben.

Sicher, diese Lehre Jesu deckt sich nicht mit dem Verständnis der Welt, denn die Welt braucht Helden.

Aber Jesus beweist, dass er im Vorteil ist: Er hatte viele berühmte Freunde wie Nikodemus, Josef aus Arimathäa, Jairus der Synagogenvorsteher und der Hauptmann aus Kafarnaum. Viele andere und sicherlich intelligente Anhänger sind uns unbekannt. Aber Jesus suchte die bescheidenen Menschen – Fischer, Zöllner, Revolutionäre – aus Galiläa aus.
Denn Jesus wollte die Menschenherzen nicht mit Macht,
sondern mit Liebe und Glaube erobern.

Jesus selbst war ein normaler Handwerker und Wanderprediger.
Er lehrt seine Jünger einen neuen Weg: Bescheiden in der Äußerlichkeit, aber heldenhaft in der Verkündigung und sogar im Tod zu sein.

Gott braucht uns, die Unmündigen und Schwachen. Aber das heißt nicht, dass wir Christen dumm sind. Nein. Wir haben unsere Talente und wir müssen sie gut nutzen; für das Reich Gottes benutzen.
Wir nehmen keinen Ruhm oder Hab und Gut mit auf den Weg in die Ewigkeit. Es zählen nur unsere guten Taten die wir den Mitmenschen in Bescheidenheit und Liebe geschenkt haben. Versuchen wir also mit dieser großen Liebe und in Bescheidenheit Gott und Menschen zu dienen. Amen!

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