bring fruits uo to your call
Einführung:
Wir sind hier um Gottes Wort zu hören und seine liebevolle Gemeinschaft zu erleben. Das tun wir nicht wegen unserer Sonntagspflicht. Sondern wir wollen seine Kraft in uns stärken, seine Heilung erleben… Versuchen wir das in dieser Stunde. Dann können wir gekräftigt nach Hause gehen. Darum loben wir Gott im Kyrie:

Predigt:
Die Zunge: Ein kleines Glied unseres Körpers.
„Die Zunge hat keine Knochen“, sagt ein arabisches Sprichwort.
Dennoch besitzt sie eine gewaltige, zerstörerische Kraft…
Wenn das die Eigenschaft der Zunge ist, was ist dann mit dem Wort, das von ihr geformt wird? Das ist eine berechtigte Frage und die Antwort hierauf lautet:
„Ja, das Wort kann auch oft zerstörerisch sein.“

Um dieses zu erklären brauchen wir eigentlich keine Beispiele…
Wir erleben es in unserem Alltag, wie schnell eine Diskussion eskalieren und entgleisen kann…
Ein gedankenloses Wort, eine schnelle Reaktion…
Ja, so vieles können wir durch unsere Worte in Windeseile zerstören.

Wörter können Poesie sein, Gedanken, Liebe und Freundschaft ausdrücken. Sie verursachen aber auch Feindschaft, Trennung, Kriege und Streit.
Und die Frage ist:
Wenn ein menschliches Wort so viele Gesichter hat und so viel Macht und Möglichkeiten hat, wie großartig ist dagegen das Wort Gottes…
Ja, Wort Gottes kann viel mehr. Denn das Wort ist Gott selbst…

Im Evangelium hörten wir das Gleichnis von einem Sämann und dem Samen… Ein Teil fiel auf den Weg, ein anderer Teil auf felsigen Boden, wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen…
Am Ende der Erzählung sprach Jesus von dem Samen,
der auf guten Boden fiel. Aber wir hörten auch, dass auch hier nicht alle Samen hundertfache Früchte hervorgebracht haben.
Ja, das war teils hundertfach, teils sechzigfach und auch dreißigfach…
Die Samen fielen doch auf guten Boden!
Dennoch konnten nicht alle Samen hundertfache Frucht produzieren. So ist eben die Tatsache…

Das muss ich euch nicht erklären, denn viele, die hier unter uns sind, arbeiten bestimmt im Weinberg oder auf dem Feld oder
besitzen wenigstens einen Garten.
Eure Erfahrung sagt, dass die Erträge und die Ernten jedes Jahr und auf jedem Boden absolut nicht die gleichen sind.
Manche Trauben sind klein… andere wieder sehr gesund und voller Saft…
Manche Ähren sind voller Körner, andere sind nur leere Schoten… Ja, nicht alle Samen und Pflanzen bringen Früchte, sie sind eben nicht gleich. So wie sich jeder Zentimeter des Bodens vom nächsten unterscheidet.
Ebenso ist es mit dem Glauben.
Wir hören und feiern Gottes Wort, feiern die Gemeinschaft.
Das haben wir von unseren Eltern und von vielen Seelsorgern gelernt… Ja, der christliche Glaube ist auf guten Boden gefallen. Dennoch sind wir keine hundertprozentig gute Christen…
Auch mir fehlt viel zu diesen ‚Hundert Prozent‘,
auch ich habe meine Fehler und Grenzen.

Aber dies bedeutet nicht, dass wir traurig sein müssen,
wenn wir nicht die perfekte Leistung hervorbringen können. Schließlich können wir nur das geben, was Gott in uns angelegt hat.
Und das bedeutet aber nicht, dass wir nicht aktiv sein sollen.
Nein, das wäre ein falscher Rückschluss:
Wir müssen zu jeder Zeit mit und in unserem Glauben
das Beste versuchen.
Dabei müssen wir unsere Talente und Gegebenheiten
völlig ausschöpfen.

Da die Menschen sehr unterschiedlich sind,
können wir auch nicht von allen das Gleiche erwarten.
Wichtig ist, dass jeder nach seinen Begabungen
für das Reich Gottes seine beste Leistung erbringt…
Denn wichtig ist, dass wir bei allen Unterschieden
gute Früchte tragen werden…
In erster Linie ist es wichtig: Durch unser Tun
Gott zu lieben und zu loben, ja aus ihm zu leben.
Gott segne uns dazu. Amen!

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