Happy in your call?Einführung:
In der Bibel gibt es viele Berufungsgeschichten….
Überwiegend handeln sie von einfachen Menschen.
Auch Amos gehört zu dieser Gruppe: Er selbst sagt von sich, dass er nur ein Hirte ist.
Aber Gott wirkte gerade in und durch diese Menschen und machte sie zu großen Vorbildern.
Denn die Berufung Gottes veränderte die Menschen…
Auch wir sind berufen. Wir haben teil an seiner Liebe und an seinem Leben. Dafür danken wir Gott und rufen im Kyrie:

Predigt:
„Less luggage, more comfort“:
Auf Deutsch kann man das ungefähr so übersetzen:
„Reisen mit wenig Gepäck, bringt mehr Freiheit und Freude“
Aber in jeder Urlaubszeit sehen wir, wie schwer beladen viele unterwegs sind.
Koffer, Handgepäck, noch eine Tasche, Laptoptasche, Einkäufe in zollfreien Läden, Souvenirs…
Ja, manchmal bräuchten wir mehrere Hände, um all das zu tragen…

Im Evangelium hören wir eine radikale Geschichte:
Jesus schickt seine Jünger auf die Reise – auf eine Missionsreise.
Sie dürfen aber nur einen Wanderstab, ein Hemd und ein Paar Sandalen haben. Nicht mehr und nicht weniger…
Wir staunen und fragen: Kann man mit so wenig Dingen überleben? Ja, eigentlich brauchen wir nicht viele Sachen zum Leben. Unsere Vorfahren konnten es schon…

Kommen wir zurück zum Evangelium:
Der Wanderstock ist ein Zeichen der Berufung.
Die Hirten hatten ihn immer dabei. Damit konnten sie Früchte pflücken, kleine Tiere, die ihre Herde gefährden konnten, bekämpfen.
Wenn ihre Füße ermüdet waren, dienten sie als Gehhilfe…
Dann kommt eine natürliche Frage: Die meisten Jünger Jesu waren nun Fischer und keine Hirten. Warum sollten sie dann einen Stock mitnehmen?

Der Wanderstock sollte ein Sinnbild für ihre Berufung sein…
Sie wurden als Hirten gesandt… Hoffnung ist ihre Stärke und diese Botschaft der Hoffnung sollten sie weiter geben.
Ihr Leben selbst ist das Beispiel für Verkündigung…
Auf ihrem Weg werden sie viele Überraschungen erleben …
Aber sie haben das Wichtigste, den Glauben an Gott, der sie begleiten wird. Das ist genug für die Sendung.
Jesus gibt seinen Jüngern und uns keine Sicherheiten, wie wir sie erwarten würden. Aber er verspricht uns die Liebe Gottes: Ein göttliches Leben verspricht er uns. Sie wird uns, wie ein Wanderstock begleiten und uns Kraft schenken.
Wir brauchen viele Dinge in unserem Leben…
Wir brauchen die Möglichkeiten der Kommunikation.
Wir sollten Hobbys haben und Dinge ansammeln.
Wir müssen uns auch Gedanken über Essen, Trinken und Sicherheit machen…
Denn Christ sein bedeutet nicht ohne Sorge zu leben. Aber wir sind auch nicht gegen die Freude am Leben, weil wir auch eine Verantwortung, für uns und für unsere Mitmenschen haben.

Aber wir müssen uns die Frage stellen:
Wo kann ich mir Grenzen setzen?
Habe ich die Begeisterung im Glauben?
Oder ist mein Glaube durch viele andere Dinge belastet?
Verhindern die materiellen Dinge meine Sicht auf Gott?

Christus zu folgen heißt nicht ‚mehr zu besitzen‘, sondern ihn mehr zu erfahren, mehr zu lieben, seine Freiheit und Freude genießen.
Kann ich das als Mensch und als Christ?…
Gott segne uns dazu auch in kleinen Dingen und Aufgaben, dass
wir diese Freude erfahren. Amen!

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