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Einführung:
Gott hat andere Methoden als wir, um Dinge zu erledigen. Ein Beispiel: im Alltag suchen wir auf viele Fragen eine schnelle Antwort oder eine schnelle Lösung. Gott hingegen wartet ab, ja, er lässt sich Zeit…
Zeit bekommen wir immer wieder von ihm geschenkt, damit wir die richtigen Früchte tragen können. Für seine Geduld danken wir ihm:

Predigt:
Die Begriffe Satan oder Teufel hört man heutzutage nicht so gerne. Trotzdem muss man sie ab und zu aussprechen, z.B. bei einer Taufe. Aber oft versucht man sie zu ersetzen und verwendet den Ausdruck ‚das Böse‘, weil die Wörter Satan oder Teufel manchmal gruselige Bilder vermitteln. Aber die Existenz der bösen Macht lässt sich nicht abstreiten. Die Logik dazu ist einfach:
Wo es Licht gibt, ist auch Schatten.
Wenn das Gute existiert, dann existiert auch das Böse.
Wenn der Schatten die Abwesenheit des Lichtes ist, ist das Böse, die Abwesenheit des guten Geistes…

Die Bibel berichtet von Anfang bis zum Ende von einer ständigen Feindschaft zwischen Gott und dem Bösen. Von dem Buch Genesis bis zur Offenbarung des Johannes kann man das nachlesen…
Auch Jesus lebte immer wieder in Konfrontation mit dem Bösen.
Er war ständig davon umgeben, nicht etwa nur bei den Versuchungen in der Wüste.
Der Satan war sogar neben seinem Kreuz und verlangte von ihm, von dem Kreuz herab zu steigen und sich so selbst zu retten…
Ja, der Versucher war keine abschreckende Figur,
sondern hatte eher das Gesicht eines gut getarnten Begleiters
der antäuschte, dass er Jesus eigentlich gut wollte.
Jesus aber war wohl bewusst, wen er vor sich hatte und dass die Forderungen nicht dem Willen seines Vaters entsprachen.

Ja, als Verwirrender trat er vor Adam und Eva. Genau von diesem täuschenden, verwirrenden und manipulierenden Bösen hören wir auch im heutigen Evangelium. Ja, nur ein Böser kann ein Feld auf
das guter Weizen gesät wurde, mit Unkraut manipulieren.
Denn er respektiert die Arbeit der anderen nicht…

Wenn wir ehrlich sind, finden wir genug ähnliche Taten des Bösen in unserer Welt. Es sind viele damit beschäftigt das Gute zu manipulieren. Es sind viele, die die Arbeit der Guten vernichten wollen.

Warum erlaubt Gott das Böse? Warum gibt es das Böse auch in der Kirche? Solche Fragen beschäftigen uns immer wieder…
Ja, wie das Evangelium uns sagt, lässt Gott beides wachsen, so wie der Gutsherr beides – das Unkraut und den Weizen – wachsen lässt.
Wir werden dabei denken, dass das eine ungewöhnliche Entscheidung ist. Aber auch hierzu gibt es eine Erklärung. Dieses Unkraut war der sogenannte Taumel-Lolch, der auch als Schwindelweizen bekannt war. Er war im Aussehen nicht nur dem Weizen ähnlich, sondern auch giftig. Die Beiden voneinander zu unterscheiden war sehr schwierig.
Der kluge Gutsherr konnte nicht anders als bis zur Ernte warten.

Genau so, ist es in der Kirche. Sie ist nicht nur heilig, wie wir im Glaubensbekenntnis beten, sondern auch eine Gemeinschaft von Menschen, die Fehler haben… Auch in der Kirche gibt es Gut und Böse, weil wir alle Menschen sind. Aber am Ende wird das Gute und die Gerechtigkeit Gottes über das Böse siegen. Ja, das ist ein Trost für uns alle. Gott nimmt sich Zeit, er ist unglaublich geduldig mit uns…

Meine Lieben, wir dürfen nie vergessen: Die Kraft des Bösen ist stets vorhanden. Ja, sie ist aktiv in vielen Dingen und auf den unterschiedlichsten Wegen. Es ist nicht wichtig, welchen Begriff wir für den Satan verwenden. Wichtig ist, dass wir uns von dieser hinterlistigen und manipulierenden Kraft abwenden…
Die Verwirrung kommt nicht von Gott. Er ist da, um uns zu befreien.
Er hat Geduld mit uns. Seine Gnade hilft uns das Gute vom Bösen zu unterscheiden. Bitten wir darum inständig und ohne Unterlass. Gott segne uns. Amen!

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