seek peace of GodEinführung:
Menschen suchen nach Jesus und seinen Jüngern, und Jesus hatte Mitleid mit ihnen. So endet das heutige Evangelium.
Das ist ein gutes Zeichen, es sagt uns,
dass Menschen die Botschaft Gottes brauchen.
Auch wir suchen Gottes Nähe und Trost.
Er hat Mitleid mit uns und zeigt seine Barmherzigkeit.
Dafür wollen wir ihm heute Dank sagen.

Predigt:
Menschen feiern gern ihre Erfolge.
Es ist eine Art zu zeigen, dass sie stark und erfolgreich sind.
Das hat die Welt am vergangenen Sonntag erlebt:
Menschen jubelten, als Frankreich, in Russland, die Fußballweltmeisterschaft gewonnen hat.
Mit Feuerwerk, Partys, Freudentränen haben sie den Sieg gefeiert.
Ja, das ist die Art und Weise, wie die Welt Erfolge zelebriert.

Jesus aber zeigt uns einen anderen Weg.
Die Jünger waren auf ihrer Missionsreise. Das haben wir am letzten Sonntag gehört. Sie mussten unter den einfachsten Bedingungen die Frohe Botschaft verkünden. Es war nicht leicht für sie…
Trotzdem hatten sie ihre Erfolge. Den letzten Satz, den wir am vergangenen Sonntag im Evangelium gehört haben, möchte ich wiederholen: „Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.“ (Mk 6, 13)

Die Stelle, die wir heute gehört haben, ist eine Fortsetzung dieses Berichtes: Die Jünger waren alle zufrieden und sie berichten Jesus von ihren Erfolgen…
Jesus will aber das anders feiern. Er zeigt ihnen einen anderen Weg und fährt mit ihnen in eine einsame Gegend.
Sie hatten Erfolg. Aber nun müssen (sollen) sie nachdenken, Ruhe suchen und ihren Glauben prüfen und stärken.
Erstaunlicherweise hören wir nichts über Widerstände oder Kritik von Seiten der Jünger. Sie folgen ihrem Meister und suchen einen neuen Weg der Besinnung…

Das ist ein anderer und doch ein weiterer Weg, um Erfolge zu feiern.
Die meisten Menschen werden abwinken…
Wer will denn schon so demütig, so still und leise sein Erfolgserlebnis begehen?

Jesus will uns sagen, dass Hochmut nicht sein Weg ist.
Das zeigt er deutlich durch sein Leben.
Auch bei seinen eigenen Erfolgen, lobt er zuerst seinen himmlischen Vater. Er hat niemals behauptet, dass die Wunder auf Grund seiner eigenen Fähigkeit oder durch seine eigene Kraft geschahen…
Diese Lehre erteilt Jesus hiermit seinen Jüngern…

Meine Lieben,
Christsein ist eine besondere Berufung.
Um diese Identität zu bewahren, müssen wir oft ungewöhnliche Wege gehen. Oft werden von uns Wege der Demut und der Zurückhaltung verlangt..
Gebet und Besinnung sind unsere Begleiter auf diesem Weg…
Die innere Stärke ist wichtig.
Diese Stärke wollen wir nicht nur in der Kirche, sondern auch zuhause suchen. Gottes Stimme können wir nicht nur vernehmen, wenn wir in der Bibel lesen. Wir hören sie auch beim Spazierengehen und vielen anderen Gelegenheiten.

Gott will auf Dauer unser Begleiter im Alltag sein.
Dann wird er uns in seinem Geist zum Ziel führen.
Dann können auch wir unsere Erfolge anders feiern.
Versuchen wir im Alltag diese Ruhe und Kraft Gottes zu suchen und uns dadurch stärken zu lassen. Amen!

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