faithEinführung:
Unterscheidung der Geister: das wünschte sich der große König Salomo von Gott. Das haben auch große Heilige, wie Ignatius von Loyola gelebt und gelehrt.
Man kann alles haben. Aber ohne Vernunft ist alles umsonst.
Wir haben unsere Rationalität und unsere Freiheit.
Wie nutzen wir diese Fähigkeiten? …
Gott ist unser Begleiter. Er führt uns, wie er auch Salomo führte.
Auf ihn hoffen wir und rufen:

Predigt:
In einer geselligen Runde kam wie so oft auch das Thema ‚Politik’ an die Reihe. Jemand behauptete, dass eine gewisse Partei in der lokalen Politik schon keine Rolle mehr spiele.
Ein Anderer der gerade vorbei ging, blieb stehen und fragte ihn:
„Wie bitte?“
Ehrlich gesagt, ich hatte ein ungutes Gefühl.
Wie wird es weitergehen? Wird das Gespräch eskalieren und zum Streit führen? Zum Glück war dies nicht der Fall. Es kam noch ein gutes Gespräch zustande und das Thema wurde sogar fröhlich abgeschlossen.

Ja, wir haben eine gute Eigenschaft. Wir verteidigen Dinge von denen wir überzeugt sind. Für soziale Themen, wie Hunger, Ausbildung, Gerechtigkeit, Freiheit sind wir bereit uns einzusetzen.
Wir werden hier mit Leib und Seele argumentieren.

Man wird für seine Überzeugung (fast) alles tun.
Jesus verbindet das auch mit dem Glauben. In seinem Gleichnis vom Himmelreich erzählt er von einem Schatzsucher.

Was ist ein Schatz? In jedem Fall etwas sehr wertvolles.
Es muss aber nicht unbedingt ein Stück Gold oder etwa eine Perle sein.
Es kann auch eine hochgeschätzte Beziehung sein…
Es können aber auch kleine Erinnerungsstücke sein…
Viele Dinge können für Menschen einen „Schatz“ bedeuten…
Jesus sagt, dass der Glaube an Gott auch ein Schatz ist.
Ja, er ist auch etwas sehr wertvolles. Menschen, die den Wert des Glaubens und die Begleitung Gottes erfahren haben, wissen ihn zu schätzen.

Aber für manche ist der Glaube an Gott wenig reizvoll.
Für viele Vorteile, die wir als aufgeklärte Menschen heute genießen, sollten wir eigentlich unserem christlichen Glauben dankbar sein. Das verstehen wir nur, wenn wir die politische und gesellschaftliche Situation in diversen Ländern vergleichen.
Weil viele Dinge heute für uns selbstverständlich geworden sind, unterschätzen wir deren Wert oft völlig.
So ist auch mit dem christlichen Glauben. Er hat in der heutigen Gesellschaft an Bedeutung verloren. Noch dazu fügen die vielen Skandale dem christlichen Glauben enormen Schaden zu.

Weil der Glaube nicht mehr attraktiv scheint, schenken manche Menschen ihm keine Aufmerksamkeit mehr. Für viele andere Dinge wie Sport, Musik und weitere Hobbys haben wir Zeit und Ausdauer, weil sie attraktiver sind.
Meine Lieben, bitte versteht mich nicht falsch.
Wir brauchen alles: Musik, Sport und viele Freizeitbeschäftigungen,
sonst würde das Leben langweilig.
Aber auch der Glaube braucht auch seine Zeit.
Ein Beispiel: Ein See ist schön, wenn wir darin schwimmen können. So ist es im Glauben. Der christliche Glaube hat seinen Reiz, aber auch seine Risiken. Vor allem muss man von ihm überzeugt sein. Wir müssen in ihm ‚aufgehen’. Ohne Leidenschaft und Sehnsucht können wir die Schönheit und Kraft des Glaubens nicht erfahren…
Wenn wir aber den Glauben in der Tiefe erleben, dann werden wir – wie für die anderen Überzeugungen – dafür kämpfen. Gott verlangt nicht viel von uns. Er wünscht – wie der Kaufmann im Evangelium – unsere Bereitschaft zum Suchen. Versuchen wir gemeinsam die Kraft und den Wert des Glaubens zu entdecken. Gott segne uns bei dieser Suche! Amen.

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