Faith
Einführung:
Elija, der nach einer Tagesreise ermüdet war, konnte nach einer einzigartigen Erfahrung und Stärkung Gottes vierzig Tage und vierzig Nächte weiter wandern.
Diese wunderbare Geschichte hören wir in der ersten Lesung.
Oft sind auch wir kraft- und ziellos, wenn wir im Glauben schwach werden, wenn wir nicht mehr die Nähe Gottes spüren können.
Solche Momente hatten und haben wir oft in unserem Leben.
Bitten wir Gott um seinen Engel, dass er uns stärke.
Bitten wir um sein Brot, das uns Kraft spenden möge.
Diesen Bitten wollen wir in diesen Gottesdienst mitbringen:

Predigt:
Auch wir sind stark mit unseren religiösen Traditionen verbunden.
Eine Verletzung oder ein Missbrauch mancher Glaubenssymbole – vielleicht durch einen Film, ein Bild oder ein Buch – löst oft unangenehme Gefühle aus…

Auch Jesus hat oft in seiner Verkündigung die traditionellen Begriffe des Judentums verwendet. Zum Beispiel die Worte ‚Manna oder Gott Vater’, die wir heute gehört haben; sie bedeuteten viel für die Juden.
Denn sie verbinden sie mit ihrer Geschichte und ihrem Glauben.
Deshalb fühlten sich auch manche beleidigt.
Es war für sie ein Missbrauch ihrer Traditionen…

Aber Jesus ändert seine Lehre nicht, obwohl einige seine Autorität in Frage stellten. Er wollte weder ihren Glauben verletzen, noch sie verspotten.
Er wollte ihnen erklären, dass diese Symbole sie mit Gott verbinden.
Zum Beispiel das Zeichen des Brotes:
Er wusste, dass Brot oder andere Speisen für den Hungernden notwendig waren. Zweimal hat er sogar Brot vermehrt.
Aber darüber hinaus wollte er noch etwas anderes vermitteln.
Brot war für Jesus nicht nur ein Lebensmittel.
Gleichzeitig verbindet es mit Gott.Brot heißt für Jesus:
Gott sorgt für uns…
Darum nennt er es auch ‚das Lebendige Brot’.
Durch dieses Zeichen der Eucharistie verbindet er uns mit Gott,
seinem Vater.

Jesus hatte den Mut diese seine Meinung zu vertreten.
Er blieb dabei, auch wenn er oft den großen Widerstand spürte.

Von einem mutlosen Menschen hörten wir in der ersten Lesung.
Der Prophet Elija lag lebensmüde und zerstört am Boden.
In der heutigen Zeit würden wir es „burnout“ nennen.
Denn er war erschöpft von seiner Aufgabe.
Aber Gott sandte ihm einen Engel und gab ihm Brot für den Weg.
So ermutigt er Elija und aus dieser Kraft heraus wanderte er weiter bis zum Gottesberg Horeb, vierzig Tage und vierzig Nächte.

Ja, meine Lieben,
unser Glaube an Gott, unsere religiöse Traditionen und Symbole sollten uns im Leben ermutigen.
Wenn sie unser Leben nicht verändern, bleiben sie wirkungslos.

Wir wollen als mutige Christen leben.
Unsere überlieferten religiösen Traditionen sind nicht sinnlos.
Möge auch unser Glaube so mächtig werden,
wie es der Prophet Elija erlebte.
Mögen wir Stärkung in der Botschaft Jesu finden und
wie Elija am Gottesberg ankommen. Amen.

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