Hope
Einführung:
2. Adventsonntag im JK C – Bar 5, 1-9_Lk 3, 1-6_LD

Einführung:
Wir befinden uns in der zweiten Woche im Advent. Die zweite Kerze brennt. Sie bringt noch mehr Licht und Wärme und damit ein Stück Hoffnung und Freude in unsere Zeit. Darauf beziehen sich auch die Lesungen am heutigen Sonntag – auf die adventliche Hoffnung und Freude.
Wenn Gott mit uns ist (und wir in ihm sind) werden wir diese Freude erleben.
Für Gottes kompromisslose Liebe wollen wir danken.

Predigt:
Das Volk Gottes zeichnete eine Besonderheit aus.
Gott liebte es als sein eigenes Volk.
Trotzdem mussten sie viele schlechte Erfahrungen durchleiden:
Sie waren Sklaven in Ägypten; sie lebten im Exil in Babylon
und später litten sie unter römische Herrschaft…

Aber – auch inmitten dieser Leiden sendet Gott seinen Trost…
Er sagt wiederholt durch seine Propheten, dass er sie nicht vergessen hat und ermutigt sie…

Baruch, der Schreiber des Propheten Jeremia war ein solcher.
In seinem Buch hören wir zunächst die Mahnung und die Aufforderung an das Volk, seine Sünden zu bekennen und sich zu bekehren.
Danach hören wir eine Lobeshymne…
Und in diesem zweiten Teil verkündet er die frohe Botschaft,
dass Gott sein Volk retten wird…
Damit fordert Baruch das Volk auf die Trauer zu vergessen und
sich stattdessen an Gottes Herrlichkeit und Gerechtigkeit zu erfreuen.
Baruch selbst war auch in dieser Situation,
trotzdem versucht er seinen Mitmenschen Trost zu spenden.

Im Evangelium hören wir eine ähnliche Geschichte.
Sie beginnt mit großen Namen: Kaisers Tiberius; dem Statthalters Pontius Pilatus; dem Tetrarchen Herodes und seinem Bruder Philippus; den Hohepriestern Hannas und Kajaphas und noch andere.
Sie alle spielen eine große Rolle in der Geschichte Israels.
Aber Gott beruft einen einfachen Propheten um seine frohe Botschaft zu verkünden – Johannes den Täufer.
Seine äußere Erscheinung war nicht großartig…Sein Lebensstil war sehr einfach…denn er kam aus der Wüste…
Dennoch wählt Gott ihn als seinen Propheten…

Nicht die Starken und Mächtigen,
sondern die Unscheinbaren und Schwachen
verkünden das Heil Gottes.
Das sagt uns die Heilige Schrift immer wieder:
Moses, Abraham, Jakob, David, Maria, die Jünger Jesu,…
sie allen waren einfache Menschen.
Ja, meine Lieben, Gott ruft Menschen aus allen Bereichen,
so auch die Schwächsten…
Er schaut nicht auf die Beurteilung und Wertschätzung nach weltlichen Maßstäben.
Er ruft Menschen, die bereit sind seine Botschaft der Freude und des Lebens verkünden… Ja, das ist die Magie Gottes…
Auch wir sind heute berufen, das lehren uns Baruch und Johannes der Täufer.

Meine Lieben,
Advent ist die Zeit diese Stimmen zu hören, diesen Rufern zu folgen
und die Freude Gottes im Alltag zu suchen und weiterzugeben.
Ja, wir sind es wert diese Botschaft zu hören und zu erfüllen.
Denn Gott liebt uns.
Darum ist er zu uns gekommen, er will uns retten.
Er lehrt uns, dass wir nicht traurig sein sollen,
auch wenn wir im Leben manchmal ein schweres Schicksal tragen müssen.
Auch wenn wir von Traurigkeit erfüllt sind, er ist mit uns…
Denn wir sind sein Volk.
Das wiederholt er nicht nur gegenüber den Israeliten, sondern auch heute – für uns.
In diesem Vertrauen wollen wir ihn erwarten und versuchen diese
Freude an die Menschen weiter zu geben.

Gott segne uns. Amen!

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