God-Approves-the-faithEinführung:
Fastenzeit ist eine Zeit der gemischten Erfahrungen. Einerseits lädt sie uns ein Demut zu üben. Auf der anderen Seite stärkt uns diese Zeit mit der Aussage: „Du bist mein Sohn, du bist meine Tochter…“
Habe ich den Mut im Alltag Sohn und Tochter Gottes zu sein?
Gestalte ich mein Leben entsprechend vorbildlich?
Bitten wir um das Erbarmen Gottes.

Predigt:
„Das ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören“.
Kommt uns dieser Satz aus dem heutigen Evangelium bekannt vor? Erinnert er uns an einen Text den wir in den letzten Tagen gehört haben?

Ja, mich erinnert er an das Evangelium vom letzten Sonntag. In dem Bericht über die Versuchungen Jesu verwendete der Teufel zwei Mal die Formulierung: „Wenn du Gottes Sohn bist…“
Aber Jesus hat nicht daran gedacht seine ‚Gottes Sohnschaft‘ zu verteidigen; denn er wusste, wer er war.

Nun am heutigen Sonntag hören wir eine Bestätigung…
eine ergänzende, himmlische Stimme, die der Welt noch einmal verkündet, dass Jesus der Sohn Gottes ist.
„Das ist mein ausgewählter Sohn…“
Einen ähnlichen Wortlaut vernehmen wir bei seiner Taufe am Ufer des Jordans. „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.“ (Lk 3, 23b)
Meine Lieben, der erste Gedanke, der sich uns beim Lesen des heutigen Evangeliums aufdrängt stellt klar, dass Jesus wahrhaftig der Sohn Gottes ist.
Das war auch damals eine große Hilfe für die Jünger Jesu, obwohl sie im gleichen Moment ein wenig verwirrt schienen.
Nach der Passion und der Auferstehung Jesu erinnern sie sich wieder an die Stimme Gottes und diese Aussage gibt ihnen Kraft in ihrem Glauben.
Sie sagen die frohe Botschaft weiter: Jesus ist wahrhaftig der Sohn Gottes.

Wir sehen Jesus, der vom Teufel versucht wurde und dabei standhaft in seinem Glauben war: Er wurde von Gott beschenkt,
seine Verklärung ist seine Verherrlichung.
Die Verherrlichung als Gottes Sohn…
Jesus hat sich sicherlich eine solche Verherrlichung nicht gewünscht.
Aber Gott Vater schenkt sie ihm auf seine Weise.

Diese Anerkennung erfährt Jesus auf einem Berg, wohl in dem Wissen, dass ein anderer Berg – Golgota – auf ihn wartet,
wo er das Gegenteil erfahren wird.
Dort wird er seine göttliche und menschliche Würde im Beisein von vielen Menschen verlieren… Aber die Anerkennung des Vaters als sein auserwählter Sohn wird ihm übermenschliche Kraft schenken.

Meine Lieben,
Christus erlebt äußerste Erniedrigung und Verherrlichung in seinem Leben.
Auch wir, die ihm nachfolgen haben vielleicht einen ähnlichen Weg zu gehen.
Dabei hilft uns das Wissen um die Verklärung Jesu. Sie ist ein Sinnbild für uns, so wie sie auch damals seine Jünger ermutigte.

Ja, meine Lieben, wir könnten als Christen schlimme Zeiten erleben…
Wir würden vielleicht sogar unsere Würde verlieren…
Aber Erniedrigungen sind auch für uns eine Kraftquelle, wodurch wir im Glauben wachsen und wie Jesus, die Verherrlichung Gottes erleben werden.
Diejenigen, die standhaft bleiben, werden Söhne und Töchter Gottes genannt werden.
Gehen wir in dieser Zuversicht unseren christlichen Glaubensweg.
Gott segne und ermutige uns auf diesem Weg. Amen!

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