Mountain of UnityEinführung:
Das babylonische Exil war eine harte Zeit für die Israeliten, aber auch eine Zeit des Lernens durch die Begegnung mit anderen Kulturen. Ihre Einstellung und ihr Horizont hatten sich geweitet und so suchten sie auch neue Wege der Anbetung…
Ihre Gemeinschaft wächst, da die Heilsbotschaft nun auch anderen Menschen verfügbar ist…
In Christus erleben wir dieselbe Offenheit. Durch ihn sind wir Kinder Gottes geworden und dieser Glaube vereint uns.
Danken wir für diese große Gnade und preisen wir ihn im Kyrie-ruf:

Predigt:
Berge sind besondere Orte.
Im alten Testament hören wir, dass Mose auf dem Berg Gottes gestiegen war um Gott nahe zu sein.
Niemand außer Mose war dieses Recht auf die Nähe zum Herrn gestattet. ja es konnte sogar tödlich sein.)

Der Prophet Jesaja jedoch malt uns ein anderes Bild.
Der Berg Gottes soll allen Völkern zugänglich sein.
Diese seine Botschaft hören wir auch am Anfang seiner Verkündigung im 2. Kapitel. Dort lesen wir:
„Viele Nationen machen sich auf den Weg.
Sie sagen: Kommt, wie ziehen hinauf zum Berg des Herrn…“ (2, 3)
Und nun, in der heutigen Lesung aus dem Kapitel 56 bestätigt er diese Aussage noch einmal.

Der Prophet verkündet damit eine frohe Botschaft:
dieser Gott ist ein menschenfreundlicher Gott.
Damit verändert Jesaja ein alt überliefertes Gottesbild.
Denn oft wird Gott im Alten Testament als
„ein Feind der anderen Kulturen“ geschildert.

Jesaja verkündet heute, dass der Gott Israels zum Ziel vieler Menschen wird.: Sie alle kommen in seinem Namen zusammen.

Auch Jesus verkündet heute genau diese Botschaft im Evangelium.
Obwohl er anfangs mit der kanaanäischen Frau nicht sehr freundlich umging, hören wir später doch eine andere Botschaft.
Jesus erkannte und lobt ihren Glauben und machte ihre Tochter wieder gesund…

Aber durch dieses Wunder löst er eine Diskussion zu der Frage aus:
Ist Jesus nur der Messias der Juden
oder ist er der Retter aller Menschen?
Diese Frage ist auch heute noch aktuell.

Das Evangelium bestätigt:
Jesus hat kein Problem sein Heil allen Menschen zu schenken.
Er will der Retter aller Menschen sein, die ihn suchen.

Das singen wir auch in einem Kirchenlied:
„Keiner kann allein Segen sich bewahren,
weil du reichlich gibst, müssen wir nicht sparen“ (GL 451, 2).

Ja, er ist kein sparsamer Heiler. Sein Segen ist für alle da, er will allen Menschen seine Barmherzigkeit erweisen.

Die Jünger zeigen ebenfalls, dass auch sie barmherzig sein können.
Das hören wir in ihrer wunderbaren Fürbitte für die Frau:
„Befreie sie von ihrer Sorge“.

Ja, meine Lieben,
wir wollen gemeinsam den heilenden Gott suchen.
Beten wir um ein barmherziges Herz.
Beten wir darum ein Auge zu haben, um die Not der Menschen zu erkennen und etwas für sie zu tun.
Ein Gebet oder ein kleines Zeichen der Nächstenliebe…
Ja, wir können viele Wege finden, um Menschen zu helfen.
So können auch wir einen neuen Weg der Anbetung in der Gemeinschaft suchen. Gott segne uns. Amen!

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