Selfless love
Einführung:
„Geteilte Freude ist doppelte Freude. Geteiltes Leid ist halbes Leid.“
Dieses Sprichwort ist uns allen bekannt.
Jesus kam in die Welt, um sein Leben mit den Menschen zu teilen, ihnen Freude zu bringen und auch um ihr Leid zu mindern.
Auch so gesehen ist Gott für uns ein Vorbild.
Auch wir sind berufen, nach seinem Vorbild, die Freude der Menschen zu verdoppeln und ihr Leid zu verringern.
Um diese Gabe bitten wir heute im Gottesdienst.

Predigt:
Provokative Worte sind uns heutzutage nicht fremd.
Nicht nur in der Politik und in der Wirtschaft, sondern auch in der Religion werden wir immer wieder damit konfrontiert.

Auch Jesus provozierte Menschen durch seine Verkündigung.
Seine Worte wie Opfer, Blut und Fleisch ärgerten die Juden,
denn sie hatten davon haben ein anderes Verständnis.
Ein Beispiel: Wer mit Blut im Kontakt kam, musste sich rituell reinigen. Daher hielten sich die Juden in sicherem Abstand von Verletzten und auch von den Frauen, die ihre Blutung hatten.

Auf der anderen Seite sehen wir auch einen großen Widerspruch:
Denn das Blut von Opfertieren wurde im Tempel verwendet, um das Volk von seinen Sünden zu befreien…

Also Blut war für die Juden gleichzeitig rein und unrein.
Im Alltag ist es unrein;
im Tempel bekommt es aber eine heilende Kraft.

Wenn Johannes der Evangelist diese Begriffe in seinem Evangelium verwendet, bekommen sie eine weitere Bedeutung.
Es gibt eine Beziehung zwischen Jesus und dem Fleisch und Blut.
Um das zu verstehen müssen wir zunächst das erste Kapitel anschauen.

Im 29. Vers lesen wir: „Seht das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinweg nimmt.“
Für beide – Johannes den Evangelisten und Johannes den Baptisten – ist Jesus das neue Opferlamm Gottes für die ganze Menschheit.

Im ersten Kapitel, 14. Vers, lesen wir:
„Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“

Das bedeutet, das Opfer Jesu bringt neues Leben für die Menschheit.
Sein Fleisch und Blut sind nicht unrein, sondern sie sind die neuen Zeichen der Erlösung.

Wenn Jesus sagt, dass sein Fleisch wirklich eine Speise und sein Blut wirklich ein Trank ist, so verstehen wir nicht darunter, dass wir sein Fleisch essen wie z.B. die Kannibalen.
Nein.
Heute wissen wir, dass es um eine sprachliche Ausdeutung geht.
Jesus spricht hier von seiner Selbst-Opferung.
Um Menschen zu helfen schont er sich nicht, sonders ist bereit sein Leben dafür hinzugeben. Damit zeigt er, dass er das neue Lamm ist, das die Menschen von ihren Sünden befreit.

Ja, dieser Jesus provoziert uns auch heute auf seine Weise.
Er provoziert uns auch heute durch seine absolute Selbstlosigkeit und Hingabe.
Diese totale Hingabe erwartet er auch von uns.
Nur so können wir Brot für andere werden.
Lasst uns immer wieder aus dieser Liebe leben und wirken..
Gott segne uns. Amen!

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