Peace, divine gift
Einführung:
„Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch“.
Nach dem ‚Vater Unser‘ in jeder Eucharistiefeier beten wir mit diesen Worten.
Ja, wir suchen oft Frieden in unserem Leben.
Für viele ist es nur ein Traum…
Aber in Gott erleben wir Frieden, der einzigartig ist und uns die Kraft schenkt. Suchen wir einen Weg der Versöhnung mit Gott und den Menschen. Darum bitten wir im Kyrieruf:

Predigt:
Bringt Jesus wirklich Spaltung unter den Menschen?…
Ist er gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen?
Haben wir richtig gehört oder ist es ein Fehler in der Übersetzung?
Ja, wir haben heute viele Fragen, weil wir Christus immer mit dem Frieden Gottes verbinden…
Reisen wir für eine kurze Weile in die Weihnachtszeit:
Bei seiner Geburt hören wir, dass er der Fürst des Friedens sei (Jes 9, 5). Und das singen wir in dem berühmten Lied… ‚Tochter Zion..‘
„Ja, er kommt, der Friedefürst“… (GL 228,1)
Auch die Engel singen in der Nacht: „Friede auf der Erde.“ (Lk 2, 14).

Friede war eigentlich das Programm Jesu:
Deswegen sandte er seine Jünger aus mit einem klaren Hinweis, dass sie den Menschen Frieden bringen sollen…
Das war sein Lebensauftrag.
Deshalb sehen wir den Auferstandenen mit der gleichen Begrüßung: „Der Friede sei mit euch“!

Also können wir zweifellos sagen, dass Jesus mit dem Begriff Frieden stark verbunden war.

Wenn er so mit dem Thema befasst war, warum sagte er dann,
dass er Spaltung bringt? Das ist eine Frage…
Dafür gibt es schon in der Weihnachtsgeschichte eine Antwort.
Als Maria und Josef das Kind nach Jerusalem brachten, um es dem Herrn darzustellen, kam ein Mann namens Simeon. Er nahm Jesus in seine Arme und sagte: „… und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird,…“(Lk 2, 34b)

Ja, Jesus war gut und barmherzig, aber auch umstritten…

Das sehen wir auch in der Geschichte des Christentums.
Wie oft und wie viele Jahrzehnte wurden die Christen verfolgt?
Von wie vielen Kaisern und Politikern wurden die Christen gehasst?
Christen waren nicht immer und überall angenommen.
Nicht nur damals, auch heute noch…
Verfolgung erleben wir heute anders…

Ja, Christen haben es nicht einfach.
Das Evangelium zu leben ist eine harte Berufung.
Denn Christus steht für Leben, Menschenfreundlichkeit und für andere Themen, die manche der Mächtigen der Welt beunruhigen.

Jesus will Leben und Frieden in Fülle.
Aber seine Gegner, die das nicht wollen, spalten die Gesellschaft, indem sie die Themen anders interpretieren.
Denn wir Menschen sind eine komplizierte Kreation Gottes.
Obwohl wir die Vernunft und die besseren Möglichkeiten zur Kommunikation haben, kämpfen wir für billige, egoistische Überzeugungen…

Der Mensch hat sich weit entwickelt.
Trotzdem braucht er ein Feindbild… So genießt er auch in dieser Zeit Hass-Predigten. Er sucht bewusst Konfrontation…
Auch manche Religionen sind nicht besser…
Ja, wir sind besonders… Auch im negativen Sinne…

Ja, meine Lieben, unsere heutige moderne Welt sagt, dass der Glaube an Gott die Menschen spaltet…
Man kämpft heute nicht nur für seinen eigenen Glauben, sondern auch
für einen besonderen Begriff.
Solch eine Nachricht habe ich in der letzten Woche gelesen, dass in Malaysia nun ein Gericht es entscheidet, ob Christen das Wort „Allah“ in veröffentlichten Texten verwenden dürfen, obwohl die Christen dort von Anfang an den Begriff „Allah“ verwendeten, wenn sie von Gott redeten.
Ja, es gibt viele solche Überschriften…
Und das ist doch ein Paradox:
Denn alle Religionen wollen, dass Menschen gut leben, dass sie Freude und Frieden erleben.
Dennoch können sie die Kernbotschaft Gottes nicht überzeugt leben.
Dennoch sind sie nicht in der Lage einen friedlichen Weg zu gehen.

Meine Lieben, Jesus spaltet uns nicht.
Es sind hinterlistige Menschen, die die Welt spalten – angeblich im Namen Gottes.

Deshalb müssen wir immer vorsichtig sein und fragen:
Macht Religion uns großzügig im Denken und Leben?
Bringt unser Glaube uns Frieden?
Wenn es so ist, lebt Christus in uns.

Unser Gott ist ein Gott des Lebens und des Friedens.
Deshalb müssen wir auch Menschen des Friedens sein und sollen uns darum bemühen. Gott segne uns dazu. Amen!

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