not threat but love
Einführung:
„Du bist der Beste oder die Beste“. Jeder Mensch hört ein solches Kompliment gerne. Ja, es ist viel wert von anderen angenommen zu werden. Aber – der Beste ist Gott. Das hören wir heute in den Lesungen. Ist er auch für mich der Beste? Ist sein Weg der einzige für mein Leben? Erfreuen wir uns in und an der Person Jesus, an unserem Glauben? Bitten wir um die Gnade, Jesus stets als unseren Herrn zu bekennen:

Predigt:
In den beiden Lesungen sehen wir Joshua und Jesus, die bei ihren Anhängern manche Zweifel am Glauben erkennen.
Sie sehen, dass die Auffassungen vielfältig sind.
Ja, so ist es; eine Menge kann sich schnell voneinander entfremden und unzufrieden werden. Das konnte man in besonderer Weise auch in der vergangenen Woche erleben.
Ihr habt bestimmt alle gelesen oder gehört, dass es in meiner Heimat,
in Kerala, vor einer Woche eine schwere Überflutung gab.
Über 370 Menschen sind ertrunken…
Unzählige Menschen haben alles verloren.
Reiche und Arme, Hindus, Muslime und Christen leben zur Zeit bei fremden Familien oder in Aufnahmezentren….
Dort ist es nicht wie zuhause. Es ist unvorstellbar.
Es fehlt das Nötigste, obwohl viele Menschen, Tag und Nacht für sie alles nur Menschenmögliche tun…
In dieser Situation, besonders wenn sie in einer Gruppe sind, entstehen alle nur denkbaren Schwierigkeiten und Probleme.
Viele sind zufrieden… Dennoch höre ich ab und zu auch andere Dinge…die aktuelle Lage ist noch nicht überschaubar.

Es war auch damals bei den Israeliten nicht viel anders.
Viele wollten zurück nach Ägypten gehen, obwohl das Leben dort schwer war. Beide Anführer – Joshua und Jesus erkennen diese Unzufriedenheit und fragen die Leute, ob sie einen anderen Weg wagen wollen. Das ist eine sehr schöne Geste und eine gute Frage…
Denn sie wollten niemand zu etwas zwingen. Sie wussten: aufgezwungener Glaube kann nicht fruchtbar sein.

Wir kennen hierzu viele Beispiele aus der Geschichte der Christenheit.
Viele Herrscher und Landesherren, die einen bestimmten Glauben angenommen hatten, haben ihre Untertanen gezwungen, ebenfalls diesem Glauben zu folgen.
Diese wurde vor ungefähr 500 Jahren auch hier praktiziert.
Viele mussten den Glauben ihres Herrschers übernehmen und sie kannten ihn nicht einmal.
Joshua und Jesus sind in ihrer diesbezüglichen Auffassung sehr progressiv. Sie lassen den Menschen ihre Entscheidungsfreiheit.
Wer glauben will, wer den Weg für richtig hält, kann sich frei dafür oder dagegen entscheiden.

Simon Petrus stellt eine ganz wichtige und entscheidende Frage, die zugleich seine Antwort ist:„Herr, zu wem sollen wir gehen?…“
Auch wenn dieser Petrus in seinem felsenfesten Glauben verzagt –
das ist menschlich – findet er wieder den Weg zu Jesus zurück …

Als Familie, als Gemeinde leben wir diesen Glauben,
der uns von Generationen vorgelebt wurde und auch wir führen
unsere Kinder in diesen Glauben ein. Aber das bedeutet nicht alles. Sie müssen dann selbst entscheiden, ob dieser Weg der richtige für sie ist.
Die persönliche Überzeugung im Glauben ist sehr wichtig.

Petrus sagt weiter, dass Jesus der Messias ist. Das war seine innerste Überzeugung. Auch wir brauchen diese persönliche Gotteserfahrung. Dann können wir mit Petrus sprechen, dass Jesus der einzige Weg für uns ist.
Diese Erfahrung machen wir nicht unter Zwang, sondern nur wenn wir unseren Glauben lieben. Gott segne uns mit dieser tiefen Erfahrung der Gottesliebe. Amen!

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