Learn from the Mistakes
Einführung:
Das Leben ist ein wichtiges Thema, auch im Glauben.
Aber dazu gehören untrennbar auch schwierige Zeiten, ja auch Kreuze.
Die Geschichte des Propheten Jeremia bestätigt uns das.
Er wurde von Gott auserwählt, aber auch er musste leiden.
Deshalb klagt er gegen Gott.
Auch wir erheben unsere Klagen, wenn unser Leben nicht einfach läuft. Das ist menschlich…
Gott aber schenkt uns immer wieder seine Kraft, damit wir unsere Kreuze tragen können. Das ist sein Versprechen. Schenken wir ihm unser Vertrauen und bitten wir um seine Begleitung:

Predigt:
Wissenschaftler sagen, dass der Mensch zunächst seine Schmerzen ablehnt, sie später aber doch akzeptiert.
Ein Beispiel: Wenn wir eine Verletzung erleiden – sei es mit einem Messer in der Küche oder mit einem Werkzeug –
werden wir zuerst den betroffenen Körperteil zurückziehen.
Ein weiteres aktuelles Beispiel wäre: Die Sportfans machen manchmal die Straßen unsicher und randalieren, wenn ihr Verein ein wichtiges Spiel verloren hat. Solche Bilder aus Paris haben wir vor einigen Tagen gesehen…
Ja, man äußert oft seine Traurigkeit und Enttäuschung
durch Ablehnung und manchmal aber auch durch Aggression.
Jeder will erfolgreich sein. Sein Vorbild soll immer der oder die Beste sein. Das kann ein Verein sein… oder auch eine Person…
Denn, Verlierer haben keinen Platz in dieser Welt: So erziehen wir schon unsere Kinder…

Auch Petrus war ein ganz normaler Mensch, obwohl er ein wichtiger Jünger Jesu war. Dieser Petrus, der immer nur den glorreichen Jesus erlebt hat, konnte die Worte seines Meisters, die von seinem Sterben sprachen, nicht akzeptieren. Ja, nicht nur Petrus, sondern auch viele andere konnten und können diese Tatsache nicht annehmen.
Christus aber lehrt uns eine neue Geschichte.
Er zeigt auch ein neues Beispiel der Akzeptanz.
Jesus korrigiert Petrus zwar sehr heftig, weil er das von ihm nicht erwartet hatte. Dennoch ist es wichtig zu hören, dass er Petrus deshalb nicht verurteilt.
Er akzeptiert auch diese seine menschliche Reaktion und hilft ihm.
Er gibt ihm eine Chance, um seine Überzeugung zu verbessern.
Das hatte eine Wirkung: Denn später sehen wir, dass Petrus mit der Zeit es gelernt hat, dass Kreuz und Leben zusammengehören.
Und als er kopfüber gekreuzigt wurde, sah er keinen Tod,
sondern den Himmel und das himmlische Leben.

In dieser Zeit der Corona beschäftigen wir uns mit den Themen Leben und Leiden immer wieder. Viele Menschen müssen in dieser Zeit auf Gewohntes verzichten. Auch dies sind Kreuze in der heutigen Zeit…
Alle wissen es, dennoch ist das ein großes Problem,
weil viele die Tatsachen nicht akzeptieren können und wollen.
Sie lehnen die Warnungen ab und demonstrieren dagegen.
Solche Menschen sind noch in der ersten Phase, in einer Phase des Ablehnens. Weil sie das nicht akzeptieren, zeigen sie auch ihren Unmut durch Demonstrationen.

Aber weder Unmut noch Unvernunft ist eine Lösung für ein Problem.
Man muss Dinge realistisch sehen, einmal Erkanntes akzeptieren und damit leben lernen. Das bedeutet nicht, dass wir die Kreuze einfach akzeptieren und passiv leben sollen. Nein… Das wird uns auch nicht helfen. Wichtig ist, dass man aus dieser Situation neue Wege sucht.
Wir müssen unser Vertrauen auf Gott stärken und mit ihm
den Sinn des Lebens suchen und finden…
Das kann schwierig sein, aber das ist doch möglich.

Ja, auch diese Corona-Zeit lehrt uns, dass wir unsere Kreuze
mit Vernunft annehmen müssen. Das sehen wir am Beispiel von Petrus. Das Leben bietet uns nicht schöne Erlebnisse, sondern lehrt uns auch zu verzichten. Bitten wir um die Kraft Gottes, dies vorbehaltlos anzunehmen. Gott segne uns dazu. Amen!

WordPressFacebookBlogger PostDeliciousDiggEmailTwitterShare