Do Good at Proper time
Die Erzählung, die wir in dem heutigen Evangelium gehört haben, ist uns allen eine wohl bekannte Geschichte:
Die Geschichte des armen Lazarus und des reichen Mannes.

Mich beeindruckt besonders das Gespräch zwischen Abraham und dem reichen Mann. Der reiche Mann, der in seinem Leben nie Zeit hatte, sieht nun den armen Lazarus und nimmt sich die Zeit zu einem Gespräch mit Abraham.
Hätte er das auf der Erde getan, wäre er wahrscheinlich nicht in diese missliche Lage gekommen.

Das erinnert mich an die viel gebrauchte Aussage:
Man lernt durch Erfahrung. Ja, so ist es.
Denn wie oft sagen wir: das hätte ich auch so oder so machen können.
Ebenso ging es dem reichen Mann, was er in seinem Gespräch bestätigte.

Er hatte in seinem Leben oft genug Gelegenheit vieles besser zu machen. Aber damals hat er das nicht so wahrgenommen.
Denn seine Gedanken, sein Streben konzentrierte sich auf seinen Reichtum und auf ein gutes Leben.

Der reiche Mann hat im eigentlichen Sinn nichts Schlechtes getan.
Er hat weder die Armen ausgenutzt, noch jemand misshandelt.
Sein Problem war, dass er blind war für das Leid seiner Mitmenschen.

Das ist nichts Außergewöhnliches, nichts Neues bei uns Menschen. Wenn es uns gut geht, denken viele von uns nicht an die Anderen.
Auch der reiche Mann hat so gelebt…
So war es zu allen Zeiten…
Gott aber verurteilt diese Gewohnheit der Menschen.
Die Sünde des Mannes war nicht die Tatsache, dass er reich war.
Sein Problem war, dass er kein Gespür für seinen armen Nachbarn hatte…
Dass es auch reiche Menschen gibt die gut sind, erfahren wir ebenfalls aus dem Evangelium.
Auch Jesus hatte reiche Freunde…
Josef aus Arimathäa ist ein Beispiel:
Er war ein wohlhabender Mann. Er besaß eine Grabstätte in seinem Garten. Diese hat er für die Grablegung Jesu angeboten.
Es ist ein Beispiel, wie klug man seinen Besitz verwenden kann…
Josef hätte die Grabstätte für sich vorsehen können.
Durch seine richtige Entscheidung bekam er einen wichtigen Platz im Evangelium.
Seine Augen waren nicht verschlossen.

Meine Lieben,
auch wir dürfen unsere Augen nicht verschließen,
wenn wir in der Lage kommen anderen zu helfen.
Es gibt viele Menschen
in unserer nächsten Umgebung die unsere Hilfe benötigen.
Viele würden uns nie darum bitten, weil sie sich scheuen.
Wenn wir unsere Sinne schärfen, werden wir sie trotzdem finden und ihnen helfen können.

Leider leben wir in einer Welt in der wir täglich Bilder von unsäglichem Leid sehen. Gleichzeitig erleben wir Menschen die Macht haben etwas dagegen zu tun, aber untätig bleiben.
Für viele sind die armen und leidgeplagten Menschen unerwünscht oder einfach Menschen zweiter Klasse oder gar Verbrecher…
Diese Einstellung macht traurig…
Die Geschichte im heutigen Evangelium will uns aufrütteln
und uns auffordern den Bedürftigen nahe zu sein und zu helfen.

Bitten wir um ein großes Herz.
Bitten wir um die Kraft Menschen zu helfen.
Bitten wir um die Gnade, Mensch und Christ zu sein.
So können wir unsere Welt lebenswürdig und liebenswert mitgestalten.
Gott segne uns. Amen!

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