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Einführung:
Der Weg der Wahrheit kann ein steiniger Weg sein.
Wer ihn geht, muss oft falsche Anschuldigungen hören,
wird vielleicht sogar verraten und allein gelassen.
Viele haben dieses Kreuz zu tragen, aber am Ende siegt die Wahrheit…
Christsein ist kein einfacher Weg. Aber wir schöpfen unsere Kraft für diesen schwierigen Weg aus der Gemeinschaft, aus der Liebe Gottes und aus der Eucharistie. Dies wollen wir auch in dieser Stunde versuchen und dazu bitten wir um Gottes Gnade im Kyrie:

Predigt:
Ehrlichkeit ist eine schöne Eigenschaft und
die meisten von uns lieben ehrliche Menschen.
Aber leider müssen wir zugeben, dass auch wir dieser guten Eigenschaft nicht immer treu bleiben.
Ein Beispiel, als Kinder waren wir ehrlicher und offener.
Als wir erwachsen wurden, haben wir diese kindliche Ehrlichkeit leider nach und nach verloren.

Um etwas zu erreichen opfern viele von uns die Ehrlichkeit auf. Das können wir täglich erleben.
Wir dürfen nicht denken, dass unehrliche Menschen nur in bestimmten Bereichen aktiv sind.
Nein, dazu gehören alle, JA ALLE, die viele sinnlose Worte sprechen und Ideen produzieren, aber letztlich nichts bewegen und nichts bewirken…
Die Frage ist: Gehöre auch ich dazu???

Jesus hat immer wieder seine Stimme erhoben, um ein ähnliches Problem seiner Mitmenschen zu korrigieren.
Deshalb klingen seine Worte im heutigen Evangelium sehr barsch.
Er schilderte dieses Problem symbolisch durch das Gleichnis von den Söhnen. Es ist eigentlich eine kleine Geschichte.
Aber es war nicht nur ein Problem dieser Menschen in Palästina,
sondern ein Problem das es überall gab.
Das Problem der Unaufrichtigkeit erwähnt Jesus immer wieder bei seiner Verkündigung.
Vielleicht können wir uns an den Satz erinnern:
„Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr! wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.“ (Mt 7,21)
Also, es genügt nicht, den Glauben nur nach außen hin zu leben.
Wichtig ist die Einstellung des Herzens.
Scheinheiligkeit und Oberflächlichkeit hasst Jesus ebenso und kritisiert diese ohne Ausnahme.
Der erste Sohn und viele Menschen gehörten auch damals zu dieser Gruppe. Auch viele Gläubige müssen sich leider dazu rechnen…

Aber das Besondere der Botschaft Christi ist, dass Gott uns immer eine zweite Chance gibt. Das berichtet uns auch die heutige Geschichte.
Der zweite Sohn war am Anfang nicht gut zu seinem Vater. Er wollte seinem Vater nicht folgen.
Aber dann wurde er einsichtig und hat die Zeit genutzt und die falsche Entscheidung korrigiert. Das war wichtig.

Meine Lieben, das Evangelium lehrt uns heute noch etwas anderes:
Wir dürfen Menschen und Ideen über die anfänglichen und äußeren Einstellungen nicht im Voraus urteilen.
Es kann sich immer alles zum Besseren wenden.
Und was wir nicht vergessen dürfen, ist, dass Ehrlichkeit immer ihren Preis hat. Jesus blieb ehrlich und musste daher das Kreuz auf sich nehmen.
Aber paradoxerweise war und ist sein Kreuz bis in die heutige Zeit ein wichtiges Symbol für die Wahrheit.
Meine Lieben, wenn wir ihm folgen und uns bemühen ehrlich zu bleiben, müssen wir einiges ertragen. Aber es ist nicht umsonst.
Nur so werden wir Erben des Himmels sein. Gott segne uns dazu. Amen!

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