Word is trustEinführung:
Christus ist das Wort und das Versprechen Gottes.
Durch ihn erfüllt Gott seine Zusagen.
Das göttliche Wort spendet uns Hoffnung, Leben und Gemeinschaft.
Wir sind hier, weil wir dies erfahren durften.
Aber mit unseren eigenen Versprechen ist es anders, oft halten wir unser Wort nicht. Für unseren Vertrauensbruch mit Gott und den Menschen wollen wir um das Erbarmen Gottes bitten:
Predigt:
Ich kannte einen netten Jungen. Es gab mit ihm nur ein Problem.
Wenn man ihn um seine Hilfe bat, dann sagte er zunächst „Ja“.
Aber dann ist er nicht zum Helfen erschienen.
Das passierte nicht nur ein Mal, sondern immer wieder.
Jetzt bitte ich ihn nicht mehr um seine Hilfe.
Ja, etwas Wichtiges versprechen und nicht einhalten:
niemand von uns schätzt solche Erfahrungen.

Am heutigen Sonntag hörten wir von zwei Söhnen.
Der Erste machte zunächst einen guten Eindruck, denn er
hat seinem Vater versprochen die Arbeit im Weinberg zu erledigen.
Dann aber enttäuschte er ihn, weil er sein Wort nicht gehalten hat.

Der zweite Sohn aber war das Gegenteil:
Er sagte zu seinem Vater, dass er die Aufträge nicht ausführen will.
Aber das Evangelium erzählt auch, dass er seine Entscheidung änderte.

Diese beiden Söhne repräsentieren nicht nur zwei unterschiedliche Personen.
Sie stehen symbolhaft für die damalige Gesellschaft in der Jesus lebte,
gerade in Bezug auf seine Verkündigung.

Der erste Sohn repräsentiert die Pharisäer und die Anderen,
die sich für selbstgerecht halten.
Sie erweckten einen guten Eindruck,
denn sie behaupteten von sich, dass sie die Regeln Gottes einhalten.
Aber Jesus zeigt durch dieses Gleichnis,
dass sie in Wirklichkeit den Willen Gottes nicht befolgen.

Der zweite Sohn steht für die Sünder, Zöllner und Nicht-Juden.
Sie hatten in der Gesellschaft nur ein geringes Ansehen, da sie angeblich kein vorbildliches Leben führten.
Sie waren auch keine eifrigen Tempelbesucher.
Oft wurden sie als unmenschlich, unbarmherzig und geldgierig dargestellt. Manche von ihnen lebten nur nach ihrem eigenen Gutdünken und versündigten sich.
Aber durch die Verkündigung Jesu kommen sie näher zu Gott.
Durch seine Persönlichkeit erleben sie ein neues Gottesbild.
Darum änderten sie ihre Einstellung, ihr Leben und
folgten dem Sohn Gottes, ja dem Willen Gottes.

Durch diese Geschichte möchte Jesus die Menschen nicht streng unterteilen. Nein. Er will für eine gute Beziehung plädieren.
Jesus macht uns klar, dass der erste Sohn einen Beziehungsbruch mit seinem Vater hatte. Er verletzte sein Vertrauen und dieser Vater wird ihn von nun an nicht mehr ernst nehmen.

Der zweite Sohn hat wohl zunächst den Vater enttäuscht, aber dann korrigiert er seinen Fehler und der Vater schenkt ihm wieder sein Vertrauen.

Jesus fragt auch uns, ob wir selbstgerecht, aber dennoch enttäuschend leben. Schenken wir unseren Mitmenschen Vertrauen und Grund zur Hoffnung?
Jesus will uns helfen unsere verlorene Beziehungen zu Gott und den Menschen zu verbessern.
Er will, dass wir einander Vertrauen schenken.
Gott schenke uns dazu die Kraft und seinen Segen. Amen!

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