be thankfulEinführung:
Gott und die Menschen leben in einer besonderen Beziehung – und Gott will für uns nur das Beste. Dennoch geht die Beziehung oft auseinander.
Diese und ähnliche Geschichten lesen wir immer wieder in der Bibel.
Heute sind wir hier, um diese Beziehung zu überprüfen und zu erneuern. Alle unseren Anliegen dürfen wir vor Gott bringen,
denn unsere Beziehung zu ihm aufrecht zu erhalten, das ist das Wichtigste.
Mit diesen Gedanken treten wir vor ihn und
bitten um seine göttliche Begleitung im Kyrie-Ruf:
Predigt:
Wir haben heute zwei Lesungen gehört.
Beide haben eine gewisse Ähnlichkeit.
Die erste Lesung war, laut dem Propheten Jesaja „ein Lied“ gewesen:
Ein Lied, das sehr schön beginnt, aber traurig endet.
Auch das Evangelium vermittelt ähnliche Gefühle.

Wenn wir uns die Verkünder anschauen, dann sehen wir auch hier eine gewisse Ähnlichkeit. Jesaja und Jesus – beide Namen klingen nicht nur ähnlich, auch in ihrem Leben finden wir viele Gemeinsamkeiten. Sie waren mutig genug vor der geistigen Verarmung der Menschen zu warnen. Sie verkündeten die Gerechtigkeit Gottes.

Die noch erstaunlichere Sache, die wir aber in den beiden Texten erkennen ist die Natur der Menschen. Was hat sich geändert?
Zwischen dem Auftreten von Jesaja und Jesus liegen mehr als 750 Jahre.
Aber die Menschen von Juda, von denen sie in ihrer Verkündigung sprechen, sind gleich geblieben.
Mehr als 750 Jahre sind vergangen und alles bleibt wie früher?
Normalerweise geht die Entwicklung der Menschen in großen Schritten voran. Viele Propheten hatten sie in dieser Zeit erlebt.
Viele Generationen lebten in dieser Zeit, haben gelitten und sind gestorben? Wie viele Festen haben sie gefeiert?
und trotzdem blieben sie wie ihre Väter…
Hat die Gesellschaft ihre Praxen geändert?
Ja, eigentlich sollte man nicht so pessimistisch sein.
So sagt mir mein Herz… Dennoch läuft es oft anders.

Aber…wir dürfen uns nicht zu früh freuen:
Denn, es ist leider Gottes nicht nur die Geschichte der Israeliten.
Es ist auch keine Vergangenheit…
Ja, es ist auch meine und eure Geschichte mit Gott und Menschen.
Gott gab und gibt uns unzählige Gelegenheiten im Leben.
Er gab uns sein Leben und einen wunderbaren Lebensraum.
Er machte uns zum edelsten Geschöpf der Welt.
Er versprach uns seine ständige Begleitung durch heilige Menschen.
Ja, er gab uns alles, damit wir gute Früchte hervorbringen können.
Aber irgendwo versteckt sich der erste Mensch in mir, in uns.
Ja, die Geschichte der ersten Menschen wiederholt sich, auch heute…
Die Geschichte der Undankbarkeit und Unaufmerksamkeit ist nicht vorbei… Das sagen uns die Lesungen, die wir heute hören.

Was tue ich um diese Natur zu überwinden?
Die Änderung kann heute beginnen, in mir, in uns.
Änderung kommt, vielleicht etwas langsamer als man denkt.
Das ist aber kein Grund um ängstlich zu werden.
Denn Gott will uns nicht als Verlierer sehen, weil er vieles für uns vorbereitet hat. Er hat immer noch Vertrauen in uns.
Wir können die Geschichte ändern, wenn wir hoffnungsvoll und dankbar leben. Die Apostel haben es getan.
Auch viele Christen haben es gezeigt, dass es doch möglich ist.
Das heißt, auch wir können dankbar sein und gute Früchte hervorbringen. Denn wir sind die Erben Gottes.
Und Christus ist unsere Kraft.
Mit ihm können wir unser Leben verändern.
Gott segne uns mit einem dankbaren Herzen. Amen!

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