Feast with God
Einführung:
Gerne feiern wir Feste mit Freunden. Es ist schön, wenn viele Gäste kommen mit denen wir gemeinsam essen, erzählen, ja einfach Zeit zusammen verbringen. Aber das alles können und dürfen wir jetzt nicht machen, weil die Corona Pandemie unser großes Problem ist. Dennoch versuchen wir die Freundschaften aufrecht zu halten…
Gott ist heute unser Gastgeber. In seiner Nähe erleben wir auch in dieser schwierigen Zeit große Anerkennung und Freude. Für seine Liebe wollen wir danken:

Predigt:
Wissen sie worüber ich mich freue, außerhalb meiner seelsorgerischen Tätigkeiten? … Menschen besuchen. Ja, ich schätze jede Gelegenheit Menschen, ihre Wohnungen und deren Lebensbereiche kennen zu lernen.
Das war schon so während meiner Studentenzeit in Innsbruck.
Da hatte jeder von uns einige Familien bei denen wir immer willkommen waren. Durch unsere Besuche haben wir neue Freunde gewonnen. Wir waren für einander da. Und, wenn sie etwas Besonderes gekocht hatten wurden wir eingeladen oder sie haben für uns etwas davon aufgehoben.
Auch in meinen vorherigen Pfarreien kannte ich viele Familien, bei denen ich ebenfalls solche Herzlichkeit und Wärme erleben durfte und immer noch erlebe. Ja, nicht nur das gemeinsame Essen, sondern diese Freundschaften sind mir auch nach vielen Jahren noch eine Kraftquelle. In dieser Zeit der Corona Pandemie war es besonders schwer, weil ich viele Einladungen absagen musste.
Damit möchte ich sagen, dass eine Einladung Anlass zur Freude ist. Es geht nicht nur um das Essen, sondern um Gedankenaustausch und das Erleben der Gemeinschaft, das uns große Kraft schenkt.
Du fühlst dich willkommen… Du bist nicht alleine…
Vor allem da ich als Priester allein und fern von zu Hause lebe, schätze ich solche Begegnungen sehr. Solche Gefühle sind unbeschreiblich.

Auch Gott übernimmt in der Bibel oft in der Rolle eines Gastgebers.
Das hörten wir auch heute. Er lädt alle Menschen zu seinem Berg ein.
Ja, alle Völker sind ihm willkommen. Sie erleben in Gott einen Gastgeber der Freude verbreitet und Hoffnung stärkt.

Auch im Evangelium ist von dem Mahl die Rede: Hier findet ein Hochzeitsmahl statt. Eine Hochzeit im Orient ist etwas Besonderes,
man feiert mit hunderten von Menschen. Manchmal dauern die Feierlichkeiten tagelang, dazu kommen oft alle Bewohner des Dorfes zusammen. Sie essen, trinken, tanzen und feiern…
Der Gastgeber im Evangelium hat ein solches Mahl vorbereitet.
Er schickte seine Diener aus, um seine Gäste noch einmal daran zu erinnern. Ja, so viel besondere Mühe macht er sich für dieses Fest.
Aber alles war umsonst. Denn diese Gäste haben die Einladung nicht ernst genommen. Sie hatten Ausreden, die nicht seriös und wenig glaubhaft waren. Sie erkannten nicht, wie wertvoll eine solche Gemeinschaft ist.
Der Gastgeber findet eine Lösung und lädt fremde Menschen ein. Aber auch da sehen wir Leute, die diese Einladung nicht ernst nehmen, sogar einen der nicht einmal im Hochzeitsgewand erschien.
Das müssen wir vielleicht so verstehen: Wenn wir eine Einladung bekommen, dann gehen wir zu dieser Feier entsprechend gekleidet. Schließlich wollen wir uns nicht lächerlich machen und auch zeigen, dass wir die Anderen respektieren. Der Mann, der ohne Hochzeitsgewand zum Mahl gekommen war, hatte seine Einladung nicht gewürdigt.

Wie erwähnt, merken wir in dieser Zeit der Corona Pandemie, wie wertvoll solche Begegnungen sein können. Ja, Menschen sind für uns wichtig. Berührungen sind uns wichtig. Gemeinschaft und Feierlichkeiten sind uns wichtig. Auch eine Gemeinschaft mit Gott ist uns wichtig… Corona hat uns darauf aufmerksam gemacht.
Bleiben wir dankbar für jede Einladung und jede Freundschaft. Schenken wir einander Anerkennung, Kraft und Hoffnung.
Danken wir einander und Gott für einen Platz in den Herzen.
Gott segne uns und unsere Freunde. Amen!

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