St. Victor
Einführung:
Wir feiern heute das Patrozinium unserer Kirche.
Ein jeder von uns hat einen Schutzpatron, so auch dieses Gotteshaus. Der Heilige Viktor war nicht nur ein Martyrer, er opferte vor vielen Jahren sein Leben für den christlichen Glauben. Hier in Guntersblum ist er auch der Pfarrpatron.
Das Gedenken an ihn feiert die Kirche am 10. Oktober,
aus zeitlichen Gründen feiern wir ihn hier erst am heutigen Sonntag.
Für sein Vorbild danken wir Gott in diesem Gottesdienst.

Predigt:
Brauchen wir eine Kirche? Brauchen wir die Heiligen?
Was bedeuten sie für uns?
Ja, gerade aktuell, wenn wir von den Skandalen in der Kirche hören, werden hier und da auch diese Fragen gestellt.
Ob diejenigen, die solche Fragen stellen eine Kirche brauchen, das kann ich nicht beurteilen.
Ich brauche die Kirche…
Ich brauche auch die Heiligen und deren Vorbild. Die Kirche und die Heiligen verbinden uns mit der himmlischen Gemeinschaft.

Wir brauchen Kirche, sie ist das Zentrum unseres Lebens.
Wir brauchen die Gemeinschaft, die Gebete und die Begleitung der Kirche in allen Phasen unseres Lebens…

Eine Kirche war früher das Zentrum eines Ortes.
In und um sie herum lebten Menschen. Im Schatten der Kirche fanden und finden viele Menschen Trost und Kraft…
Ja, die Kirche erlebt heute eine schwierige Zeit. Aber das ist kein Grund, ihren Platz in der Gesellschaft zu dementieren…

Jede Kirche hat auch ihren Patron oder ihre Patronin.
Er oder sie ist das Vorbild für die christliche Gemeinde.
So eben auch der Heilige Viktor.
Der Legende nach war er Kommandant einer militärischen Einheit im Römischen Reich. Laut christlicher Überlieferung soll er gegen Ende des 3. Jahrhunderts den Märtyrertod erlitten haben.
Der Grund dafür war, wie bei den meisten Märtyrern;
auch Viktor weigerte sich den römischen Göttern zu opfern.

Wenn wir ehrlich sind, dann können wir erkennen, dass wir eine ähnliche Zeit erleben. Unsere Kirche erlebt auch heute Verfolgungen. Sind auch wir nicht manchmal gezwungen Gott zu verneinen? Haben nicht viele andere Dinge in unserem Leben seinen Platz eingenommen?
Sind wir so stark wie der Hl. Viktor und sagen „Nein“ zu diesen Dingen?

„Was muss ich tun?“
Diese Frage hörten wir im heutigen Evangelium:
Meine Lieben, ich denke, auch wir müssen uns diese Frage stellen, wenn unser Glaube gefährdet ist und wenn die Kirche von Feinden angegriffen wird.
Um den christlichen Glauben an unsere Kindern weiterzugeben müssen wir um Klugheit und Fähigkeit bitten,
dass wir Dinge unterscheiden können.
Wir sollten, wie der Hl. Viktor, auch um den Mut beten…

Ja, wir brauchen unsere Kirche und die Heiligen.
Denn sie ermutigen uns Zeugen Christi zu sein.
Sie begleiten uns im Glauben, so wie der Hl. Viktor in unserer Gemeinde.
Sein Name bedeutet Sieger und er ist ihm gerecht geworden,
denn er hat allen Hindernissen überwunden,
weil er seinem Glauben treu geblieben war.
Sein Beispiel möge uns helfen und seine Fürsprache mögen auch uns Hilfe sein.

Möge Gott unsere Pfarrgruppe und unsere Familien segnen
damit auch wir unseren Glauben aufrichtig bezeugen können. Amen!

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