leading-to-truth-WeltmissionssonntagEinführung:
Gott ist der Herr: das akzeptiert der persische Großkönig Kyrus.
Von seiner Berufungsgeschichte hörten wir in der ersten Lesung.
Am heutigen Weltmissionssonntag verkünden wir die gleiche Wahrheit: Gott ist wichtig für die Welt und für die Menschen.
Er ist der Herr der Wahrheit und des Lebens. Ihn preisen wir im Kyrie:

Predigt:
Wir alle sind sehr bedacht auf die Wahrung unserer Rechte.
Wenn jemand unser Recht verletzt oder es gar verweigert, werden wir dafür kämpfen.

Jesus hatte einen großen Gerechtigkeitssinn.
Die heutige Stelle in dem Evangelium ist ein wunderbarer Beweis dafür. Schon allein aufgrund dieser Tatsache halten ihn viele für einen gerechten Meister.

„Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört…“
Das heißt, der Kaiser erledigt seine Aufgaben und sorgt für Ordnung und Gerechtigkeit im Land. Man lebt unter seiner Herrschaft und er verdient gebührende Akzeptanz.

Eine Autorität ist nicht zwangsläufig konträr zu Gott.
Denn der Geist Gottes ist offen für alle.
Auch die Herrscher haben daran ihren Anteil.
Das lehrt uns Jesus durch seine Worte.

Das Evangelium Gottes wahrhaftig verkünden: das ist die Aufgabe der Personen, die Gott erlebt haben.
Im heutigen Evangelium begegnen uns einige Menschen, hauptsächlich Pharisäer, die von sich behaupten, dass sie sehr religiös sind. Aber ihre Aufrichtigkeit kann man hinterfragen, denn es heißt:
sie wollten Jesus eine Falle stellen…
Menschen in Verlegenheit bringen: Ist das ein Zeichen der Religiosität? Ich glaube nicht daran.
Nein. Gott würde das nicht akzeptieren.

Christus gibt den Fragern eine ehrliche Antwort.
Er ist der Meinung: der Kaiser muss seiner Verantwortung gerecht werden…und das mindert nicht die Macht Gottes.

Durch seine Antwort zeigt Jesus seine Ausgeglichenheit.
Er war nicht so blind zu sagen,
dass man sich nur der religiösen Macht unterwerfen soll.
Viel mehr war er der Meinung,
dass der Mensch in seinem Leben unterschiedliche Führungen braucht.
Er braucht praktische, politische, soziale, kulturelle und auch religiöse Führung. Nur so kann man ein ausgeglichenes, gesundes Leben zu führen.

Heute feiern wir den Sonntag der Weltmission.
Früher hat man unter dem Wort „Mission“, Christianisierung verstanden. Manchmal waren es ungesunde, unreife Aktionen zur Bekehrung gewesen.

Aber das ist nicht die Mission, die Jesus meinte.
Es ist kein Weg Menschen durch Zwang zu Christen zu bekehren.
Glaube an Christus ist eher eine Hilfe zum „Menschsein“.
Es ist eine Verkündigung, die man auch durch ein vorbildliches Leben macht. Das „Christsein“ soll zu einem ausgeglichenen, gesunden Denken und Leben führen. Die Worte Jesu können die Menschen dabei begleiten.
Beten wir heute für eine gesunde Verkündigung und versuchen wir auch mit unserem Leben das Evangelium Christi überzeugend zu verkünden.
Christus will Menschen nicht in die Irre führen.
Denn er ist das Licht und die Wahrheit.
In ihm werden wir keine Eifersucht und keine Unehrlichkeit finden.
Möge er auch unser Leben ehrlich und gerecht machen. Amen!

WordPressFacebookBlogger PostDeliciousDiggEmailOrkutShare