be cautious
Einführung:
Wieder ist eine Woche vergangen. Für manchen war sie, je nach dem, eine Zeit mit guten oder schlechten Erfahrungen. Freude und Enttäuschungen gehören zum Leben. Wichtig ist, dass wir hoffnungsvoll nach vorne schauen und mit der Hilfe Gottes in die neue Woche gehen. Danken wir Gott für alle Erfahrungen und bitten wir um seine Kraft für die kommende Woche:

Predigt:
William Shakespeare ist ein bekannter Name und manch einer kennt Teile seiner Werke sogar auswendig. Aber diesen Satz aus einem Theaterstück kennen die meisten von uns. „Auch du, Brutus“?
Das sind laut Shakespeare die letzten Worte von Julius Caesar, der von den Senatoren in die Falle gelockt und erstochen wurde. Aber der Stich seines Freundes Brutus war sehr wahrscheinlich die tiefste Verletzung.
Ja, Menschen, die sich gegenseitig Fallen stellen, finden wir immer wieder in der Geschichte. Auch die Bibel berichtet von dem Kuss des Judas. Dadurch hat er Jesus an seine Feinde ausgeliefert, seine Freundschaft mit Jesus und anderen Menschen zerstört und zum Schluss verlor er sein eigenes Leben. Brutus und Judas vermitteln negative Bilder der Freundschaft und stehen für Brutalität und Hinterlistigkeit.

Das heutige Evangelium berichtet, dass Jesus in eine Falle gelockt wurde. Die Versucher wussten genau wie gut Jesus war. Dennoch versuchten sie immer wieder gegen ihn vorzugehen.

Solche Fallen waren Jesus bekannt. Er hat sogar den Versucher in der Wüste erkannt. Diese beiden Stellen haben etwas gemeinsam. Der Versucher in der Wüste und die Versucher in Jerusalem verwenden anfangs eine schöne, ja eine blumige Sprache, um ihn in die Falle zu locken.

In beiden Fällen war Jesus sehr aufmerksam und hat seine Verführer besiegt. So hören wir: „Darauf ließ der Teufel von ihm ab…“ (Mt 5, 11) und „Als sie das hörten, staunten sie, ließen ihn stehen und gingen weg“ (Mt 22, 22).
Damit sagt uns Matthäus, dass diese letztgenannte Erfahrung Jesu, eigentlich eine Fortsetzung seiner Wüstenerfahrung ist. Nur, dass an der Stelle des Bösen, jetzt die Pharisäer und Anhänger des Herodes vor ihm stehen.

Ja, so oder so ähnlich sind viele Menschen. Sie suchen eine Möglichkeit um anderen zu schaden. So veranlagte Menschen freuen sich auch, wenn andere Fehler begehen. Einander Fallen bauen erfährt man in fast allen Lebensabschnitten. Dem kann ich nichts hinzufügen, das kennt ihr alle aus eigener Erfahrung.

Neulich habe ich einen Film gesehen: Der Film „Was Männer wollen“ erzählt davon, was zwischen einer Frau und den Männern in einer Firma abläuft. Von außen gesehen waren sie alle freundlich zueinander. Aber als die Frau ihre Begabung, nämlich die Gedanken von Männern zu lesen, erkannte, bemerkt sie das Gegenteil…
Nicht jeder besitzt eine Begabung wie diese Frau in dem genannten Film. Ebenso wenig können wir in die Tiefe des menschlichen Herzens schauen.

Vielleicht ist das auch gut so. Dennoch sollten wir wissen, dass nicht alle, die uns gegenüber freundlich sind, es auch wirklich gut mit uns meinen. Manche werden uns immer kritisieren,andere werden uns in eine Falle locken.

Was können wir tun? Jesus zeigt es uns: Wachsam sein.
Jesus war wachsam und deshalb konnte er seine Versucher durchschauen und sagen:
„Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört und Gott, was Gott gehört.“
Auch der Apostel Petrus sagt uns: „Seid nüchtern, seid wachsam!
Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann“ (1 Pet 5, 8)
Menschen wie Brutus oder Judas sind nicht ausgelöscht. Wichtig ist es zu erkennen, wer vor uns steht und was derjenige von uns will.
Dazu brauchen wir die Hilfe des Heiligen Geistes.
Möge er uns wachrütteln und aufmerksam machen. Amen!

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