Power to serve
Einführung:
Gott ruft uns dazu auf ihn und einander zu lieben, uns gegenseitig zu dienen und Gutes zu tun. Wir hatten eine Woche um dieser wunderbaren Berufung zu folgen.
Waren wir dabei erfolgreich? Falls wir versagt haben, schenkt Gott uns heute die Stunde um ihn um Vergebung zu bitten.
Und er schenkt uns eine neue Woche um ihn noch mehr zu lieben und ihm mehr zu dienen.
Darum wollen wir diesen Gottesdienst in Dankbarkeit feiern.

Predigt:
Demokratie ist etwas gutes, das dürfen wir in unserer Zeit erleben.
Macht und Autorität sind in diesem System einigermaßen gerecht verteilt. Aber das ist nicht überall der Fall.
Es gibt Länder, in denen die Macht nur durch Könige und Fürsten in deren Familie weitergetragen und ausgeübt wird.

Dieses System war auch in der antiken Welt normal.
Um diese Macht zu gewinnen oder zu erhalten haben die Familienmitglieder sogar versucht sich gegenseitig zu vernichten.
Der Name ‚Brutus‘ sagt uns, dass auch manchmal gute Freunde, um die Macht zu gewinnen, auf die Freundschaft verzichtet haben…

Macht… Ja, sie verführt die Menschen zu allen Zeiten.
Auch die Menschen in der Bibel waren nicht anders.
Auch sie waren nicht frei von dieser Eigenschaft des Verlangens…
Deswegen hören wir im heutigen Evangelium ein Streitgespräch zu dem Thema ‚Macht’.
Die Bitte von Jakobus und Johannes um den Platz ‚rechts und links von Jesus‘ ist uns bekannt. Warum äußern sie solch einen Wunsch?

Um die Frage zu beantworten müssen wir im Markusevangelium zurückblättern. Wir haben heute die Verse 35-45 aus dem 10. Kapitel gehört. Aber im selben Kapitel, im Vers 33 steht die dritte Ankündigung von den Leiden Jesu. Dort sagt er zu seinen Jüngern: „Wir gehen jetzt hinauf nach Jerusalem; dort wird der Menschensohn den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten ausgeliefert; sie werden ihn zum Tod verurteilen…“ Jesus macht damit klar, dass seine Zeit auf Erden bald zu Ende sein wird.
Das ist für die Jünger eine erschreckende Erkenntnis.
Dennoch müssen seine guten Werke weitergehen, das ist ganz wichtig..
Daher erhebt sich die Frage: Wer ist für diese Aufgabe geeignet …

Als Jesu Apostel, haben die 12 hierzu den Auftrag.
Aber Jakobus und Johannes waren Jesus noch näher gestanden,
denn sie waren verwandt: Ihre Mutter Salome war die Halbschwester von Maria, der Mutter Jesu.
Und wie es in der damaligen Zeit üblich war, haben die Brüder möglicherweise gedacht, dass sie die geistigen Erben Jesu seien und an seiner Stelle die Machtposition einnehmen…

Jesus aber hatte eine andere Vorstellung von Macht.
Macht bedeutet für ihn die Berufung zu dienen.
Darum korrigiert er sie sofort und gebietet ihnen
diese Macht nicht zu missbrauchen.

Das Wort Missbrauch hat in unserer Zeit viele Bedeutungen.
In jedem Fall haben sie mit der Macht zu tun…
Genau wie die Jünger, haben viele Christen,
unter ihnen auch viele Verantwortliche,
die Bedeutung ihrer Berufung nicht verstanden.
Oder falsch verstanden und sie missbraucht

Es gibt ein nettes Zitat des Heiligen Antonius von Padua:
„Jesus sagte zu Petrus:
„Weide meine Schafe“ und nicht „Melke oder schere sie“.
Ja, meine Lieben, unsere Berufung ist es den Menschen die Barmherzigkeit Gottes zu verkünden und nicht über sie herrschen.
Lasst uns die Bedeutung des Wortes ‚Dienst’ neu erfassen.
Dazu segne uns Gott. Amen!

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