PrayerEinführung:
Kinder lieben Luftballons:
Aber diese sind ohne Luft nicht sonderlich attraktiv…
Hierzu eine Parallele:
Wir Christen haben eine gute und schöne Gewohnheit.
Ein Gebet oder das Zeichnen eines Kreuzes auf die Stirn unseres Gegenüber. Beide können nicht immer Wunder vollbringen.
Aber wir können damit Menschen Trost und Freude schenken…
Was wäre ein Christ ohne Gebet und Gemeinschaft?
Er wäre wie ein Luftballon ohne Luft.
Wie viel Vertrauen haben wir in unser Gebet?
Habe ich ein aktives Gebetsleben? Bin ich davon geprägt?
Stärken wir unsere Mitmenschen durch unsere Gebete?
Im Kyrieruf bitten wir um den Geist Gottes:

Predigt:
In der letzten Woche bekam ich ein SMS, mit folgendem Inhalt:
„Bitte helfen Sie mir und beten Sie für meinen Mann,
der sehr wahrscheinlich an Krebs erkrankt ist.
Der endgültige Befund ist noch nicht da.
Aber die erste Hinweise machen uns Angst…“
Eigentlich kenne ich die Familie nicht persönlich, sondern mehr über eine Kontaktperson. Trotzdem hatten sie den Mut mir zu schreiben.
Ich empfand es als eine sehr schöne Geste und als Anerkennung,
denn dabei fühlte ich mich in besonderer Weise als Seelsorger.

Damit möchte ich nur eins sagen:
Es ist eine schöne Aufgabe für andere zu beten und diese so zu unterstützen.
Die Lesungen des Sonntags erklären uns das ganz deutlich.
Mose betete für sein Volk. Er konnte sicher nicht kämpfen.
Aber er konnte seine Kämpfer
mit seinem Gebet mental stärken und unterstützen.
Er konnte so vermitteln, dass Gott mit ihnen ist.
Und die Kämpfer wussten es,
sie spürten auch diese besondere, nicht greifbare Stärkung…

Wir haben gehört, dass Mose eine sehr lange Zeit betete.
Und er wurde müde.
Aber dann sehen wir ein beeindruckendes Bild.
Es kommen andere Menschen, um Mose bei seinem Beten zu unterstützen…
Meine Lieben,
damit sagt uns Gott, dass Gebet keine Einzelaktion ist,
sondern eine gemeinsame Aktion.
Im Gebetsleben kann ein Mensch, ja selbst der Anführer einer Gruppe,
schwach werden und nachlassen.
Dann muss die Gemeinde ihm zu Hilfe kommen und ihn unterstützen.
Dann erkennen wir was eine Gemeinschaft für uns bedeutet.
Dann zeigen wir unseren Zusammenhalt und ein Wachstum im Glauben.

„Beten Sie für mich“:
Durch den jetzigen Papst Franziskus hat dieser Satz
eine große Popularität und eine neue Bedeutung bekommen.
Das heißt, auch ein Papst braucht unsere Gebetshilfe.
Noch mehr – es ist unsere Aufgabe ihn durch unsere Gebete zu unterstützen.

Nicht nur Päpste brauchen unsere Gebete.
Auch die Seelsorger, die Mitarbeiter,
die Ehrenamtlichen in der Gemeinde brauchen unsere Hilfe durch das Gebet.
Ebenso unsere Kinder, die Jugendlichen, die Eltern, ältere Menschen
in der Gemeinde, alle brauchen unser Gebet und unseren Trost.

Wie halten wir dies in unserer Gemeinde?
Kennen wir die Anliegen unserer Mitmenschen?
Kennen wir ihre Sorgen und Freuden?
Wie verhalten wir uns, wenn ein Seelsorger schwach geworden ist?
Helfen wir ihm durch unsere Ermutigungen,
oder versuchen wir eventuelle Fehler zu finden und diese zu verbreiten?

Versuchen wir für unsere Gemeinde zu beten,
wir wollen sie dadurch unterstützen und ihr helfen.
Dann werden wir auch hier eine gute Gemeinschaft erleben.
Lasst uns im Gebet wachsen und einander stärken.
Dazu gebe uns Gott Kraft und seinen Segen. Amen!
–Thomas Kalathil

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