GaudeteEinführung:
Gaudete:
So heißt der dritte Sonntag im Advent. Das bedeutet: freut euch.
Worüber freuen wir uns? Über Menschen, Geschenke, die Feier, …
Ist Christus Mittelpunkt unserer Freude? Ist er unsere Sehnsucht?
Beginnt meine Freude und Feier in und mit ihm oder schiebe ich ihn auf die Seite? Können wir uns wirklich freuen und den anderen bleibende Freude schenken? Bitten wir um Gottes Erbarmen:

Predigt:
Es ist immer ein Problem, für Weihnachten Geschenke zu besorgen.
Da kommen viele Fragen: ob es passt? Wird das gut ankommen?
Hat er dieses bereits? …
Manche Menschen wissen es nicht, wie viel Geld sie für die Geschenke brauchen.

In den Geschäften gibt es einfache, aber auch sehr teure Geschenke.
Aber was ist das wichtigste Geschenk,
das wir einander schenken können?
Ich würde sagen: Das ist ein ermutigendes, freundliches Wort.
Das wirkt viel mehr als so manches Geschenk.

Ein positives, ermunterndes Wort, ein Schulterklopfen kann vielen Menschen in unserer Zeit helfen. Auf der anderen Seite können solche Gesten aber auch anders interpretiert werden.

Gott aber verkündet diese frohe Botschaft.
Er geht diesen wenig populären Weg als Helfer.
Das haben wir aus der ersten Lesung mitbekommen.
„Habt Mut…“ so spricht Gott durch seinen Propheten.

Auch Jesus tut das. Er sagt, sei nicht misstrauisch.
Siehe, erkenne, was du unternehmen kannst.
Zeige den Menschen die Kraft, die du von Gott empfangen hast.
Sei mutig und sei Bote der Freude.

Das Evangelium sagt, dass es Menschen gab, die anders waren.
Sie haben Johannes den Täufer gesehen und gehört.
Aber sie waren nicht mutig genug, ihm zu folgen.
Im Gegenteil: Sie haben Gründe gesucht, um ihn zu kritisieren.

Die Wissenschaft sagt, wir benutzen nur einen winzigen Teil unserer Fähigkeiten. Das gilt aber auch im Glauben und in der Menschenliebe.
Christus fragt uns heute:
An wen glauben wir?
An ihn, der uns zum Leben ermutigt?
Oder gehören wir zu den Kritikern, die alles schwarzsehen?

Kann ich anderen sagen: „Du hast es gut gemacht“…
Oder kann ich den Zweifelnden ermutigen und sagen:
„Du kannst es schaffen“…?
Um solche guten Worte zu sprechen brauchen wir nicht viel Geld, aber es braucht viel Kraft und Glauben.
Der Advent soll uns zu solchen mutigen Menschen machen.
Denn in dieser Zeit warten wir auf den, der zu uns ja sagte.
Er sagt uns, dass wir auch ja sagen sollen.
Wir sollen Menschen nicht beängstigen, sondern ihnen helfen.
Wir brauchen Menschen, die einander beschenken und zum Leben ermutigen.
Machen wir einander solch ‚gute Geschenke‘ in Wort und Leben und
vor allem im Glauben.
Möge diese Zeit uns selbst zum Geschenk verwandeln. Amen!

— Thomas Kalathil

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