gaudeteEinführung:
Vor einigen Jahren hörte ich den Ausspruch:
‚Fröhlich sein ist ein Zeichen gelebter Spiritualität’
Ein Mensch, der im Gebet Gott erfährt kann nicht anders sein.
Er kann seine Freude ausleben, auch wenn er ab und zu weniger fröhliche Erfahrungen machen muss…
Freude ist das Thema des Tages. Dieser Sonntag hat den Beinamen „Gaudete“ – „freut euch…“
Ja, wir dürfen uns freuen, denn unser Gott kommt zu uns!
In und mit dieser Freude begrüßen wir unseren Herrn:

Predigt:
„Kirche ist eine religiöse Institution. Sie soll sich um die Seelen der Gläubigen kümmern.“ So behaupten ihre Kritiker, ganz besonders dann, wenn die Kirche sich zu manchen sozialen Fragen äußert oder diese kritisch hinterfragt.
Solche Eingriffe der Kirche sind nicht gern gesehen.

Aber die Kirche darf nicht schweigen und tatenlos zuschauen, wenn Menschen viele Fragen haben oder wenn ihre Rechte verletzt werden.
Ja, in der langen Geschichte der Menschheit hat die Kirche eine sehr wichtige Rolle gespielt. Viele Entscheidungen, die unser heutiges soziales Leben prägen, wurden auch von den kirchlichen Lehren beeinflusst.

Ja, der Glaube besteht nicht allein aus Religiosität und Spiritualität. Denn der Kirche – überhaupt jeder ehrlichen Religion – geht es um die ganze Person. Es geht um das ganze Leben der Menschen und
dieses heile Leben ist ganz wichtig für einen gesunden Glauben.

Die Frohe Botschaft, die wir an diesem dritten Advent hören,
verkündet uns das Programm Gottes.
Es ist sehr vielfältig und auch Kraft fordernd
Das ist das Bild, das uns der Prophet Jesaja zeichnet:
Es geht um eine frohe Botschaft für die Armen.
Es geht um Heilung der Menschen, die ein zerbrochenes Herz haben.
Es geht um Entlassung der Gefangenen, Befreiung der Gefesselten.
Zum Schluss hören wir vom Gnadenjahr des Herrn.

Ja, diese Erwartungen zu erfüllen ist nicht einfach.
Aber Gott gibt uns keine falschen Versprechen. Sein Wort ist Wahrheit.
Was er verkündet, wird er auch verwirklichen.

Die Menschen damals haben erfahren, dass Gott sein Wort in Christus erfüllt. Christus war die Frohe Botschaft der Armen.
Viele Menschen, die sein Wort hörten, waren arme Menschen,
aber sie wurden reich durch die überzeugende Verkündigung und die Lebenshaltung Jesu.
Sie haben in ihm ‚Gott gesehen‘, sie haben ihm zugehört‘ und ihn ‚berührt‘.

Christus befreite die Menschen aus ihren Lebenssituationen,
aus Krankheit, aus der Gefangenschaft der Sünde.
Sein Geist entfesselte Menschen und machte sie zu mutigen Zeugen.

Ja, dieser Gott ist groß. Denn er ist es der Freiheit und Heilung bringt.
Das ist die frohe Botschaft für die Welt.
Am heutigen ‚Gaudete‘ Sonntag wollen wir diese Freude feiern.
Dieser Tag fragt auch uns, ob wir wirklich Freude zu den Menschen bringen.

Ja, dieses Programm ist groß und anstrengend. Aber es ist unser Auftrag. Wenn wir diesen Gott selbst erfahren, denn werden wir ihn auch anderen weiter schenken. In seinem Namen werden Menschen seelische und körperliche Freiheit erlangen.
Das führt zur Freude im Glauben.
Das wird uns eine frohe Welt schenken.
Mögen unsere Erwartungen an den befreienden Gott Frucht bringen.
Möge ER uns Freude und Freiheit bringen. Amen!

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