Change bad habitsEinführung:
Eine Gesellschaft ohne Gebote und Verbote können wir uns schlecht vorstellen. Denn wir wissen, dass dies zur Anarchie führen würde. Trotzdem gibt es Momente, in denen wir mit bestimmten Verordnungen unzufrieden sind. Schließlich wollen wir auch unsere Freiheit genießen. Gott gibt uns seine Gebote um uns im Geist Gottes zu befreien. Aber oft versagen wir, wenn es darum geht seinen Worten zu folgen. Für unsere Verfehlungen bitten wir Gott um sein Erbarmen.

Predigt:
Wir, Menschen haben die Tendenz zu unseren alten Gewohnheiten zurückzukehren. Denn diese liebgewordenen Gewohnheiten zu verlassen, ist kein leichter Schritt. Dafür braucht man enorm viel Kraft und einen starken Willen. In der heutigen Lesung aus dem Alten Testament hören wir von den berühmten Zehn Geboten Gottes.
Warum gibt er uns auf einmal so viele Gebote und Verbote? Warum ist Gott so streng mit seinem Volk? Um das verstehen zu können, müssen wir uns die menschlichen Gewohnheiten etwas näher betrachten.

Das Volk bekommt diese Gebote während seiner Reise ins gelobte Land. Sie kamen aus Ägypten, wo die Menschen im Glauben an viele Götter lebten. Das war damals normal. Denn die übernatürlichen Gewalten, wie z. B. Feuer, Wasser, Regen, Gewitter wurden als Götter angesehen. Jeder Gott hatte seine eigene Autorität. Dies ist die Ursache der der Vielgötterei in den alten Religionen.
In Ägypten war es auch nicht anders. Es gab einen Erdgott, einen Sonnengott, Totengott, eine Totengöttin, den Fruchtbarkeitsgott und den Gott der Unterwelt, sogar einen heiligen Stier …hier möchte ich diese Aufzählung abschließen, denn sie geht noch lang weiter. Zudem wurden auch die Pharaonen als Götter verehrt.

Die Israeliten lebten mitten in dieser Kultur und wurden mit Sicherheit davon beeinflusst. Deshalb bekommen sie von Jahwe das Gebot, das ihre „ägyptische“ Gottesvorstellung korrigieren sollte.
Jahwe erklärte ganz eindeutig, dass es nur einen einzigen Gott gibt. Für die Menschen damals bedeutete das ein großes Umdenken.

Auch die nächsten Gebote stehen im Zusammenhang mit ihrem Leben in Ägypten. Sie haben dort Ungerechtigkeit erlebt. Deshalb fordert Gott sie auf die Mitmenschen zu respektieren.
Sie wurden als Sklaven in Ägypten misshandelt. Viele wurden dort umgebracht. Deshalb fordert Gott: „Du sollst nicht töten“…
Viele Menschen in Ägypten lebten damals ein lustvolles, sinnliches Leben. Eheliches Vertrauen war oft keine Stärke. Deshalb lehrt sie Jahwe:„Du sollst nicht die Ehe brechen. Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen…“
Ja, wir können auf diese Art jedes Gebot genau analysieren und begründen. Dabei lernen wir, dass Gott sie von ihrer alten Gewohnheiten befreien wollte. Sie sollten es lernen einander zu achten, Gerechtigkeit zu üben usw… Um eine neue, gute Gemeinschaft zu gründen waren diese Tugenden und Gebote sehr hilfreich. Dazu mussten sie einem einzigen Gott folgen und durften nicht nach ihrer Lust und Laune leben.

Auch Jesus will die Gewohnheiten der Menschen ändern.
Der Tempel war für ihn ein Ort der Anbetung, ein Ort der Gotteserfahrung. Aber Jesus findet, dass der Geist des Tempels verlorengeht. Ich bin sicher, Jesus war wütend, weil das Ziel des Tempels weit in den Hintergrund gerückt war.
Das wollte Jesus ändern.

Meine Lieben, Fastenzeit ist auch eine Zeit, um über UNSERE Gewohnheiten nachzudenken. Es sind viele Dinge, die wir bestimmt ändern sollten und können. Es sind viele Dinge, die eine gute Gemeinschaft mit Gott verhindern, ja ein gutes Menschenbild stören. Jesus sagt uns: ihr seid Tempel Gottes, in euch soll der Geist Gottes wohnen.
Ja, Änderungen sind oft schwierig. Aber Gott gibt uns die Kraft dazu.
Und mit seiner Hilfe wollen wir es versuchen.
Gott stehe uns bei und segne uns. Amen!

WordPressFacebookBlogger PostDeliciousDiggEmailOrkutShare