our-call-is-holy.pngEinführung:
Es ist schon eine Kunst gute Früchte zu erzeugen…Dazu muss man sich auch bewusst werden, wo man steht und welche Gnadengaben man bekommen hat. Moses hat genau dies erfahren; beim Weiden seiner Schafe und Ziegen sah er den brennenden Dornbusch und hörte eine Stimme…
„Der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden…“
Auch wir befinden uns hier an einem heiligen Ort…
Auch unser Leben als Mensch und Christ ist etwas Besonderes…
Bitten wir Gott um die Gnade, dass auch wir gute Früchte hervor- bringen.

Predigt:
Was würden wir tun, wenn Gott uns sagte, dass wir nur noch ein Jahr zu leben haben? Eine schwierige Frage…
Ich bin Menschen begegnet, die von schweren Krankheiten gezeichnet waren und wussten, dass sie nicht mehr lange leben würden.
Im ersten Moment, als sie dies erfuhren, standen sie unter Schock. Dann aber haben sie versucht die wertvolle Zeit bewusst zu verbringen. Sie wurden stark in ihrem Glauben und haben noch eine erfüllte Lebenszeit gehabt…

Gott ist barmherzig und gerecht. Aber ist seine Geduld unendlich groß oder ist er ein gerechter und strenger Gott?
Diese Fragen beschäftigen uns von Generation zu Generation.
Im Evangelium hörten wir von brutalen Ereignissen und Schicksalen von Menschen. Erstaunlicherweise hören wir von Jesus kein Wort des Mitleids.
Aber er benutzt diese Gelegenheit um eine wichtige Lehre zu erteilen, weil die, die ihm diese Nachricht brachten, sich besser und gerechter fühlten.

Jesus versucht zu vermitteln, dass solche Tragödien keine Strafen Gottes sind…
Tragische Ereignisse können Menschen helfen ihr Leben im positiven Sinn zu verändern. Dazu verwendet Jesus den Vergleich mit dem Feigenbaum.
Wir haben gehört, dass dieser Feigenbaum einen besonderen Platz hatte. Er stand in einem Weinberg und hatte da einen bestimmten Zweck zu erfüllen.
Für die Arbeiter im Weinberg sollte er nicht nur Schatten spenden, sondern vor allem Früchte tragen…
Dieser Baum wurde den Erwartungen an ihn aber nicht gerecht.
Ausgehend von diesem Gleichnis erwartet Jesus, dass wir unsere besondere Berufung erkennen.
Er macht uns darauf aufmerksam, dass wir Früchte tragen müssen.

Menschen erleiden auch heute schwere Schicksale, ja sogar Terror.
In den vergangenen Tagen hörten wir von den kaltblütigen Attentaten in Neuseeland und in den Niederlanden. Die Opfer waren unschuldige Menschen.
Es ist schwierig Menschen in solchen Situationen zu trösten…
Solche Ereignisse lassen uns erkennen, dass unser Leben plötzlich enden kann.
Da werden wir niemanden finden, so wie den geduldigen Gärtner im Evangelium, der bereit war dem Baum noch ein Jahr zu schenken und ihn zu hegen und pflegen.
Hier verlangt Jesus von uns:
Bereit sein zu jeder Zeit, Gott kommt unerwartet.
Er ist barmherzig, aber er hat auch Erwartungen an uns.
Er gibt uns die Zeit, um gute Früchte hervorzubringen.
Aber es steht in unserer Verantwortung diese Zeit gut zu nutzen.

Auch die Fastenzeit ist eine wertvolle,
eine gesegnete Zeit um Gottes Gnade zu erfahren und mit dieser Hilfe wertvolle Früchte in unserem Leben zu tragen.

Fragen wir uns: Was ist das Besondere an meinem Christsein?
Was trage ich in mir, was tue ich um ‚ein guter Mensch‘ zu sein…
Meine Lieben, wir wollen für die geschenkte Zeit dankbar sein,
denn wir wissen nicht, wie viel Zeit uns Gott noch gewähren wird.
Es ist auch unsere Aufgabe als Menschen, barmherzig miteinander umzugehen und unseren Mitmenschen von unserer Zeit zu schenken. Gott segne uns dazu. Amen!

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