fight for GoodEinführung:
Im Evangelium hören wir die Geschichte der samaritischen Frau.
Sie ging zum Brunnen um Wasser zu schöpfen…
und lernt hierbei Jesus kennen.
Das Gespräch und der Austausch mit ihm stillt den Durst ihrer Seele.
Sie wird seine Apostelin.
Erkennen wir den Sohn Gottes, der auch uns mit Geduld erwartet?
Erkennen wir seine tröstende und stärkende Stimme?
Stillt er unseren Hunger und Durst?

Predigt:
Menschen, die nicht streiten finden wir selten. Streit hat verschiedene Gesichter: Zwischen Familienmitglieder, zwischen Nachbarn, zwischen Freunden, zwischen Gemeinden, zwischen Länder und Politiker,
auch zwischen Gläubigen…
Es gibt ernsthafte, aber auch ganz einfache Gründe für einen Streit.

In der letzten Woche habe ich gelernt, dass Kriege viel für die Entwicklung der Menschheit – vor allem auf dem Gebiet der Technologie – beigetragen haben. Ja, die vielen Kommunikations- und Fortbewegungsmittel,
die wir täglich benutzen, wurden wegen der Kriege und für die Kriege entwickelt. Dazu gehören auch viele Straßen, Fahrzeuge und Flugzeuge, ebenso das Internet.

Krieg und Streit sind uns auch aus der Heiligen Schrift bekannt.
Der Name Israel steht für die Streitgeschichte schlechthin.
Jakob hat mit Gott gestritten und danach bekam er den Namen Israel,
das heißt Gottesstreiter (Gen 32, 28).

Auch in der heutigen ersten Lesung hören wir von einem Streit.
Die Menschen waren unzufrieden mit der Führung durch Mose. Sie erheben ihre Stimme gegen Gott. So bekommt der Ort auch seinen Namen:
Massa und Meriba – Probe und Streit.
Jakob hat für etwas Gutes gekämpft. Dadurch hat er den Segen Gottes empfangen. Aber die Menschen in der Wüste haben die Wundertaten Gottes vergessen, weil sie einfach durstig waren.
Sie haben Gott vergessen. Sie haben seine Macht vergessen.
Diese Auflehnung der Israeliter gegen Mose und auch gegen Gott sind ein Sinnbild. Sie steht für die Menschen, die in ihrem Leben das Gute und Schöne vergessen und nur über die schlechte Dinge nachsinnen, klagen und murren. Solche Pessimisten machen sich selbst das Leben schwer.
Nicht nur das, sie machen auch andere Menschen unzufrieden.
So entsteht Spaltung in der Gesellschaft.

Im Psalm 77 lesen wir:
„Ich rufe zu Gott, ich schreie, ich rufe zu Gott, bis er mich hört.“
Hier sehen wir einen Menschen, der in großer Not klagt.
Aber dennoch vergisst er nicht, dass Gott einst der Retter des Volkes war. (v6). Er singt weiter: „Ich denke an die Taten des Herrn, ich will denken an deine früheren Wunder“ (v 12).

Diese Rückbesinnung auf Gott fehlt vielen Menschen.
Ein Grund für die Unzufriedenheit unserer Tage.
Wir haben dafür genug Beispiele in der Politik, in der Religion und vielleicht auch in unseren eigenen Gemeinden. Menschen die zwischen sich Mauern bauen; Menschen, die für den Machterhalt bereit sind alles zu manipulieren;
Menschen die, angeblich für Gott, andere Gläubige vernichten, … ja, auch in der zivilisierte Welt können wir solche unzufriedene Menschen finden.
Menschen werden unmenschlich handeln, wenn diese ihre Vergangenheit vergessen. Das ist traurig!

In dieser Woche haben wir Bilder aus manchen afrikanischen Ländern gesehen. Millionen Menschen stehen vor einer humanitären Katastrophe,
weil sie nichts mehr essen und trinken haben.
Auch die Tiere sterben in der Wüste, weil das Wasser fehlt.
Was bewirken diese Bilder in uns?
Erheben wir unsere Stimme für die Menschen, die keine Stimme haben?
Kämpfen wir für die durstigen und hungrigen Menschen?
Streiten wir für die Menschen, die allein gelassen worden sind?
Streiten wir für die Gerechtigkeit und für den Frieden?
Oder streiten wir nur für unsere Vorteile?
Oder vergessen wir alles, wie das Volk in der Wüste?
Wir wollen für die anderen kämpfen.
Dann wird auch Gott mit uns kämpfen.
Gott möge uns zu seinen Streitern machen. Amen!

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