he waits for us
Was tat Jesus nach seiner Auferstehung?
Er suchte seine Jünger auf, um sie von seiner Auferstehung zu überzeugen.
Die Evangelien, die wir in der aktuellen Zeit hören, berichten davon.
In dieser Corona-Zeit, wo wir über unser Leben viel und ernsthaft nachdenken, meine ich, dass man, diese seine Bemühungen von Jesus auch mit etwas Humor betrachten könnte.
Daher stelle ich mir die Frage: Was hätte ich an seiner Stelle getan?

Ich wäre zunächst zu Pilatus gegangen, um ihm einen gehörigen Schreck ein zu jagen.
Er wird ohnmächtig, weil er glaubt einen Geist zu sehen. Dann wäre ich zu Hannas und Kajaphas, vielleicht auch zu den römischen Soldaten und zu den Ältesten der Juden gegangen.
Wie all diese, so geschockten Menschen, reagiert hätten, kann ich mir nur mit Schmunzeln vorstellen.
Eines möchte ich behaupten: Ja, ich hätte meinen Spaß daran gehabt…
Außerdem hätte sich die Auferstehungsnachricht schneller verbreiten können, weil die ganze Welt darüber berichten würde:
„Pilatus und seine Freunde haben den verstorbenen Jesus gesehen und wurden vor Schreck ohnmächtig. Also Jesus lebt.“
Ich denke, so viel Humor und Fantasie kann man sich in dieser schwierigen Zeit der Pandemie einmal gönnen.

Aber das Verhalten von Jesus war deutlich anders.
Er hat keineswegs so gehandelt, wie ich gerade fantasiert habe. Nein, er suchte als erstes seine Freunde auf.
Sie stärkten sich beim gemeinsamen Essen,
durch die Wiederholung von gewohnten Handlungen in der Gemeinschaft.
Er wollte niemanden erschrecken, wie ich es fantasierte.
Er wollte auch nicht in Schlagzeilen kommen und so berühmt werden:
Nein, das war nicht seine Art…
Nicht Angst und Schrecken verbreiten, sondern Friede und Ermutigung waren seine Botschaft.
Den Entmutigten ermutigen,
den Betrübten Frieden und Ruhe schenken,
den Verlorengegangen wieder finden,
Erbarmen zeigen und all das immer wieder betonen.
Daran erkennen die Jünger ihren Herrn.
Das Evangelium sagt: Sie wussten, dass es der Herr war…
Ja, sie kommen langsam zu dieser Erkenntnis.
Erst dann passiert die Sendung.

Meine Freunde,
die Sendung Jesu bedeutet niemanden zu ängstigen,
sondern den Menschen nahe zu sein.
Gott ist die tröstende Nähe, sagt uns der Auferstandene.
Ja, in dieser Zeit der Pandemie brauchen viele Menschen diese Nähe.
Und viele von uns schenken anderen von ihrer Zeit.
Ja, jetzt haben wir auch Zeit gemeinsam an einem Tisch zu sitzen,
mit unsren Kindern zu spielen, mit unseren Partnern zu sprechen,
mit einigen allein lebenden Personen zu kommunizieren,
täglich eine Stelle in der Bibel zu lesen,
gemeinsam ein Nachtgebet zu sprechen…
Ja, das können wir…
Das haben viele von uns in dieser Zeit bewiesen.

Trost, Mut, Zeit und Nähe zu spenden:
Ja. Jesus hat genau das getan, sowohl zu seinen Lebzeiten, aber auch nach seiner Auferstehung.
Auch uns soll sein Beispiel helfen, um diese Zeit positiv zu gestalten.
Denn, unser Gott erschreckt uns nicht.
Er liebt uns. Er stärkt uns.
Versuchen wir etwas von ihm zu lernen und unseren Lieben etwas von der Göttlichkeit und Menschlichkeit Jesu Christi zu schenken.
Gott segne uns. Amen!

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