Pray for our spiritual leaders
Einführung
Gemeinsam können wir ein Ziel erreichen.
Bedingung ist, dass wir uns dabei gegenseitig helfen.
Die Lesung aus dem ersten Korintherbrief erklärt uns diese einfache Wahrheit. Denn wir sind ja verschiedene Glieder eines Leibes…
Aber ab und zu klappt unsere Zusammenarbeit nicht so reibungslos.
Für unsere Ungeduld, für manche kritische Bemerkung
bitten wir um Gottes Erbarmen.

Predigt
Um eine Predigt auf Deutsch zu schreiben, benötige ich einige Tage. Bereits eine Woche vorher beschäftige ich mich mit den Lesungen.
Dann schreibe ich Gedanken nieder, korrigiere sie,
füge neue Sätze hinzu oder streiche manche Stellen…
Dann wird es zur Korrektur geschickt:
Dabei helfen mir seit Jahren einige engagierte Damen.
Die korrigierte Predigt muss ich wieder vergleichen und einüben…
Ja, jede Predigt verlangt einiges von mir. Vor allem braucht sie Zeit…
Denn ich habe nicht den Vorteil eines einheimischen Priesters…

Dagegen, wenn ich in meiner Heimat bin – das werde ich, so Gott will, in ein paar Tagen erleben – dann habe ich keine linguistischen Schwierigkeiten.
Ich brauche wohl meine Vorbereitungen, aber um eine Predigt zu halten, muss ich nur paar Notizen machen, der Rest kommt automatisch…

Dennoch finde ich es manchmal schwierig, in meiner Heimat zu predigen. Denn oft sitzen vor mir meine Verwandten, meine Lehrerin und andere Menschen, die ich kenne und die mich kennen…
Da sitzen vielleicht einige, die jedes Wort in die Waagschale werfen, überprüfen und mich auch im stillen kritisieren…
Manche werden auch denken: „Hm, wie kann er das sagen?
Den kennen wir schon… Bei ihm ist es dies oder jenes auch nicht besser?“…

Als ich das heutige Evangelium las, dachte ich, sicherlich war es auch für Jesus nicht einfach in seiner Heimat zu predigen.
Aber im Evangelium hörten wir, dass Jesus bei der Verkündigung
aus der Kraft des Heiligen Geistes sprach. Er gab ihm Mut und Selbstbewusstsein. Wenn Jesus lehrte, hatte es keine Bedeutung ob er aus Galiläa oder Judäa kam, oder auch dass er der Sohn von Maria und Josef war. Wenn er predigte war er allein der Gesandte Gottes.

Wir leben in einer Zeit, in der viele nur die Fehler der Kirche suchen und sie nach Möglichkeit verneinen und vernichten wollen.
Der neue Bericht von zunehmenden Christenverfolgungen in aller Welt ist traurige Wahrheit…
Aber Gott verkünden ist keine einfache Aufgabe.
Wenn schon Jesus Christus, der Sohn Gottes, seine Schwierigkeiten hatte, wie schwierig muss es dann für einen schwachen Menschen sein?
Ja, meine Lieben, jeder Verkünder des Evangeliums hat
seinen persönlichen und menschlichen Hintergrund.
Manches kann er ändern. Manches bleibt einfach unverändert.
Er ist eben auch ‚nur’ ein Mensch, obwohl er einen göttlichen Auftrag zu erfüllen hat. Akzeptieren wir diese Wahrheit?
Wie reagieren wir auf die Fehler unserer Seelsorger?
Auf welcher Seite stehen wir?

Daher habe ich eine Bitte an euch: Unterstützt
eure Seelsorger durch eure Gebete und Anerkennung…
Bitte, ermutige sie in ihren Diensten. Denn sie brauchen Kraft von Gott und den Menschen. Gemeinsam können wir Wunder wirken,
den Armen gute Nachricht bringen, Blinden das Augenlicht schenken, und Gottes Freiheit für die Menschen verkünden.
Gott segne uns, damit wir gemeinsam für sein Reich zu arbeiten. Amen!

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