Criticism-as-chanceEinführung:
Wenn man jemanden korrigiert, bekommt man oftmals irgendwelche Ausreden zu hören. Oder es wird versucht Fehler bei Anderen zu suchen. Manche fühlen sich sogar beleidigt.
Schließlich liebt es niemand kritisiert zu werden.
Heute, wenn wir als eine Gemeinde hier vor Gott stehen, fragt er uns, was wir in der letzten Woche getan haben:
Finden wir auch bei uns Fehler? Sind wir bereit sie zu korrigieren?
Wie sind wir mit den Menschen umgegangen, die uns helfen wollten?
Bitten wir für unser Versagen um das Erbarmen Gottes:

Predigt:
Malta, Türkei, USA, Russland, Nord-Korea, Polen, China, Indien, Pakistan…Was haben diese Länder gemeinsam?
Manche von euch werden jetzt denken: Ja, dies ist vielleicht die Liste der Länder, die ich besuchen möchte. Nein, so viel Geld habe ich nicht.

Spaß bei Seite:
Die meisten von uns werden diese Ländernamen in der letzten Zeit immer wieder gehört haben.
Und dabei ging es nicht um Tourismus oder ähnliches… Nein.
Diese und noch viele andere Länder haben ernsthafte Probleme:
Sie haben ein Problem mit den kritischen Meinungen.
Journalisten wurden dort verhaftet, beleidigt, zu Terroristen erklärt, verurteilt und sogar umgebracht…
Auch in unserem meinungsfreien Deutschland haben einige Journalisten durch sogenannte „Majestätsbeleidigung“ einige Probleme bekommen…

Ja, man merkt, dass die Zahl der Menschen, die keine Kritik hören können, ansteigt. Sie steigt geradezu gefährlich hoch an.
Diese Menschen, oft sind es Machthaber, können andere Meinung nicht oder nur schwer ertragen.
Das ist die Situation in der heutigen Welt.
Aber das ist nicht nur ein Problem der Gegenwart;
die Vergangenheit war auch nicht viel besser.

Schon in der Bibel lesen wir über diese Tatsache.
Auch Jesus erlebte solche Menschen. Pharisäer, Sadduzäer und die Anhänger des Herodes, um nur einige zu nennen.

Sogar in der Zeit vor Jesus gab es dieses Verhalten der Menschen.
In den Psalmen 10 und 140 lesen wir von Menschen,
die „den Armen fangen und ihn in Netz ziehen wollten“ oder
„den Schuldlosen heimlich ermorden wollten“.
Dieses Problem, so sehen wir, gab es zu allen Zeiten.

Kritik war nicht neu für Jesus, das belegt uns das Evangelium.
Sogar seine Verwandten haben ihn für einen Sonderling gehalten.
Aber Jesus ging trotzdem unbeirrt seinen Weg.
Denn mit seiner Kritik wollte Jesus nicht zerstören.
Er wollte auch niemandem Leid zufügen.
Seine Absicht war es den Menschen zu helfen.
Die religiöse Führung allerdings hat dies als Bedrohung empfunden.
Sie haben Jesus als ihren Feind betrachtet und strebten danach ihn vernichten.

Eine Kritik ist nicht immer gut gemeint. Das ist bekannt.
Aber Kritik kann man auch positiv sehen. Oft bewirkt sie sogar eine Verbesserung. Mit anderen Worten, wenn man sich verbessern und weiter entwickeln will, muss man nicht nur Freunden zuhören, sondern auch seine Kritiker ernst nehmen.
Denn alle, sei es in der Politik, der Gesellschaft, der Religion oder Kinder, Jugendliche und Erwachsene – alle brauchen gelegentlich Kurskorrekturen.

Die Menschen im Evangelium waren nicht fair gegenüber Jesus.
Er aber kam damit gut zurecht.
Versuchen auch wir manche Kritik als Chance zu sehen.
Gott segne uns dazu. Amen!

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