Sonntag-der-Weltmission-2018
Einführung:
Wer Jesus wirklich und aufrichtig begegnet, steht am Beginn eines neuen Lebens.
Jesus hilft ihm aufzustehen und sein Leben in einem neuen Licht zu sehen.
Heute feiern wir den Sonntag der Weltmission.
Es sind unzählige, die durch Christus ein neues Leben gewonnen haben, nur weil es viele Menschen gibt, die die Botschaft Gottes verkünden.
Aber sie brauchen auch unsere Gebete und Hilfen.
Nur dann sind sie in der Lage Menschen zu helfen um Jesus zu folgen.
Beten auch wir im Rahmen dieser Initiative der Kirche…
Beten wir für alle, die Christus weitertragen…
Dazu bitten wir um die Kraft Gottes:

Predigt:
Menschen schreien, wenn sie schutzlos sind,
wenn sie Hilfe und Aufmerksamkeit brauchen.
Ebenso die Kinder. Wenn sie schreien, werden die meisten Eltern ihre Arbeit liegen lassen und sich um sie kümmern…

Gott hört den Schrei der Menschen…
Dazu finden wir im Alten Testament einige Beispiele:
Als sich das Volk in Ägypten unter schlechten Bedingungen auflehnte,
wurde es von Gott erhört und er schickte ihnen Moses zur Hilfe.
Als Menschen in Ninive um Vergebung baten und um Hilfe riefen,
hörte er sie und zeigte ihnen seine Barmherzigkeit…
Ja, meine Lieben, wenn Menschen wirklich in Not sind,
kann Gott nicht anders handeln.

Dasselbe sehen wir im heutigen Evangelium.
Jesus hörte den schreienden Bettler Bartimäus.
Jesus blieb bei ihm stehen: So berichtet uns das Evangelium…

Menschen, die wegen ihrem Hunger, ihrem Durst, der Ungerechtigkeit oder Armut schreien, gibt es genug in unserer Gesellschaft.
Oft bleiben sie ungehört.
Denn man feiert gern die eigenen Erfolge…
in der Wirtschaft, in der Entwicklung…
Daher bleiben die Schreie so vieler Menschen ungehört…

Was kann die Kirche dagegen tun?
Ja, wir wissen schon, dass es die vornehmliche Aufgabe der Kirche ist das Evangelium zu verkünden.
Aber sie kann auch etwas für die Armen tun…
Das Evangelium hat in unserer Zeit eine große und richtungweisende Bedeutung.
Die Botschaft Jesu betrifft auch die sozialen Bereiche.
Sie muss den Unterdrückten, den Armen, den Hungernden erreichen…
Das Evangelium soll Menschen auch heute zu einer totalen Freiheit führen.

Das ist unser Ziel als Kirche und als Christen.
Heute feiern wir den Sonntag der Weltmission.
An diesem Tag denken wir besonders an die Missionare, die diese
befreiende Botschaft Jesu Christi in vielen Teilen der Welt verkünden.
Sie verkünden Jesus mutig, auch unter Gefahren…
Sie verkünden die Botschaft der Freiheit und der Gerechtigkeit…
Ja, sie sind wie die Menschen zu biblischen Zeiten,
die den Bettler ermutigt haben Jesus näher zu treten.
„Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich“…:
Die Missionare machen die Stimme Jesu auch heute vernehmbar.
Sie sind die Stimme Gottes…

Menschen, die ihre Kraft verloren haben brauchen in unserer Zeit
die Verkünder des Mutes…
Deshalb sollen wir für die mutigen Missionare beten,
sie in ihrer Arbeit unterstützen.
Denn damit helfen wir Menschen aufzustehen…
damit haben wir Teil an der Missionsarbeit der Kirche.

Ist es hier wirklich möglich etwas zu erreichen, ja zu bewirken?
Manche werden sich diese Frage stellen.
Ja, es ist möglich.

Wir haben diesen Monat Oktober mit einer besonderen Heiligen begonnen…
Der 1. Oktober ist der Gedenktag der heiligen Theresa vom Kinde Jesu.
Sie wollte unter allen Umständen Missionarin werden.
Aber sie war sehr jung und dazu noch krank.
Dennoch hat sie dieses Ziel erreicht bevor sie im Alter von 24 Jahren starb. Heute ist sie – neben dem hl. Franz Xaver – die Patronin der Weltmission…

Sie lehrt uns:
Um Christus zu verkünden müssen wir nicht um die Welt reisen. Nein…
Wir können das heute auch anders verwirklichen,
indem wir ein christliches Leben führen,
uns für die Gerechtigkeit einsetzen,
Hunger und Durst der Menschheit stillen und vieles andere…

Vielleicht sollten wir heute beten:
Herr öffne meine Ohren, um den Schrei der Menschheit zu hören…
Herr, schenke mir deinen Geist,
Menschen dazu zu ermutigen um dir zu folgen.
Hilf mir die Stimme für die Stimmlosen und
die Kraft für die Kraftlosen zu sein…
Hilf mir den Menschen Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken.
Mach mich zu deiner Verkünderin… deinem Verkünder. Amen!

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