sincere WayEinführung:
„Der Herr ist treu; er wird euch Kraft geben und euch vor dem Bösen bewahren“. Diese Worte des Apostels Paulus aus dem 2. Thessalonicherbrief sagen uns, dass Gott unser Retter ist. Er war Schirm und Schutz für viele Menschen seit der Erschaffung der Welt … In Christus können wir diese Rettung persönlich erleben. Sein Wort und seine Sakramente helfen uns
das Böse in unserem Leben zu bekämpfen.
Für seine Liebe wollen wir ihm danken und ihn preisen:

Predigt:
Wenn wir uns über etwas Gedanken machen oder etwas unternehmen möchten, dann geschieht dies immer für bestimmten Zweck.
Die Absicht ist ein entscheidender Faktor.
Sogar Gerichte nehmen in manchen Fällen die guten Absichten ernst.
Aber auch Menschen können, trotz guter Vorsätze im Leben etwas falsch machen. Die Meisten von uns werden solche Fehler verzeihen und ihnen eine neue Chance geben.
Es gibt aber auch Menschen, die mit schlechten Absichten viel Ruhm und Macht erlangen. Sie werden wohl von den Wenigsten geliebt und anerkannt.

Wir hörten im Evangelium, dass Jesus ebenfalls mit solche Menschen zu tun hatte – den Sadduzäern. Sie bildeten eine wichtige Gruppe der Juden.
Ihr Namen enthält das Wort „Gerechtigkeit“, eine Eigenschaft,
die nicht nur für die Religion, sondern auch in der Gesellschaft wichtig ist.
Der Name Sadduzäer wird von dem hebräischen Namen Zadok abgeleitet und dieses Wort bedeutet der ‚Gerechte’.
Aber heute – wie auch damals – merken wir, dass sie sich nicht ihrem Namen entsprechend verhalten. Sie versuchten Jesus immer wieder mit ihren schlauen Fragen Fallen zu stellen. Ihre Fragen waren wohl wichtig, aber ihre Absicht war nicht sauber, sondern unehrlich.

Dieses Betragen hat Jesus traurig gestimmt.
Die Sadduzäer waren nun einmal eine wichtige Gruppe des jüdischen Volkes. Sie hatten eine große Verantwortung; sie sollten wegweisend sein für ihre Mitmenschen. Statt dessen versuchten sie die Bevölkerung zu verwirren.
Sie versuchten einfache Leute für ihre Überzeugungen und für ihre religiösen Zwecke zu manipulieren.
Ja, auch diese Handlungsweise hat Jesus zutiefst beschämt.
Denn er war der Überzeugung, dass so ein Verhalten nichts mit der wahren Religion gemeinsam hat. Sie hat nichts mit Gott oder dem Glauben zu tun …

Im Namen Gottes Menschen unter Druck setzen oder sie verfolgen und sogar umbringen – das war nicht neu. Eine ähnliche Geschichte haben wir heute auch in der ersten Lesung aus dem zweiten Buch der Makkabäer gehört.
Die Geschichte ist traurig. Aber wir erleben hier mutige Menschen.
Reichtum und andere Versuchungen konnten ihren Glauben nicht erschüttern.

Gott und Glaube sind auch heut’ zu Tage ein wichtiges Mittel um Menschen zu beeinflussen. Täglich hören wir solche Berichte.
Fanatische Ideologien versprechen Menschen himmlisches Glück und stiften so große Verwirrung und Unheil.
Die sogenannten Gotteskrieger versuchen Menschen zu manipulieren, Kulturen und Welten zu zerstören und sogar andere umzubringen.
Sie führen diese Kriege angeblich im Auftrag Gottes …
Braucht Gott Krieg und Gewalt? Nein, nur diese Menschen brauchen sie.
Sie setzen diese gewalttätigen Mittel ein, um Menschen für ihren Irrglauben und ihre Überzeugung zu gewinnen.
Sie haben weder eine gute Absicht noch einen guten Glauben.

Die Brüder aus dem Buch Makkabäer konnten ihren Glauben leben,
weil sie ihre starke Hoffnung auf Gott setzten.
Auch Jesus konnte den Fallen der Sadduzäer entkommen,
weil er mit Gott verbunden war.
Auch wir brauchen heute diese Kraft.
Denn die Welt in der wir leben ist voller Fallstricke.
Heuchelei und Streit im Namen Gottes haben ein Leichtes uns zu manipulieren. Hier hilft nur ein starker Glaube.

Wir wollen für Menschen keine Fallen bauen.
Versuchen wir mit ehrlichen Absichten einander zu helfen.
Dann können wir eine ehrliche Welt aufbauen.
Dann können wir sogar hier auf der Erde den Himmel erfahren.
Gott segne uns. Amen!
— Thomas Kalathil

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