TalentsEinführung:
Kann jemand einfach behaupten, dass etwas absolut sicher sein wird?
Gibt es eine „Sichere Sicherheit“ in unserem Leben?
Nein, nicht wirklich.
Ja, viele Dinge in unserem Leben geschehen unerwartet.
Die Lesungen sprechen heute von dieser Überraschung.
Auch im Glauben werden wir eine solche Überraschung erleben, wenn Christus wieder kommt. Sind wir auf diese göttliche Überraschung gut eingestellt/ vorbereitet? Bitten wir um einen wachsamen Glauben:

Predigt:
Ich werde jetzt über zwei Personen sprechen.
Beide sind heute kommunikationstechnisch sehr wichtige Namen.
Der erste Name ist Bill Gates. 1973 ging er an die Harvard Universität, um dort zu studieren. Aber seine Zeit verbrachte er meistens im Computerraum. Nach zwei Jahren brach Gates sein Studium ab und übernahm die Führung seiner Firma Microsoft Corporation.

Der zweite Name ist Steve Jobs. Er erreichte im Jahre 1972 den High-School-Abschluss und schrieb sich am Reed College in Portland ein. Aber das Studium hat nicht lange gedauert. Auch er brach sein Studium schon nach dem ersten Semester ab.
1976 gründeten Jobs und Wozniak zusammen mit Ronald Wayne die Apple Computer Company – in Jobs’ Garage Kalifornien.
Heute steht ‚Apple‘ ganz oben.

Dies sind nur zwei Beispiele. Beide waren im Studium nicht erfolgreich, aber im Leben schon. Beide lehren uns, um etwas zu tun muss man nicht unbedingt großes Kapital haben.
Das heutige Evangelium kann man in dieser Richtung erklären.
Im Evangelium sehen wir drei Diener.
Jeder bekommt eine unterschiedliche Menge von „Talenten“.
Man kann hier dem Herrn vorwerfen, dass er sie ungerecht behandelt.
Aber er macht es richtig. Denn der Herr kennt seine Diener.
Er weiß, wer mehr und wer wenig leisten kann. Er weiß, der dritte Diener ist nicht so fähig wie die beiden anderen. Daher bekommt der dritte Diener nur „ein“ Talent.
Wir sollen hier auf etwas aufmerksam gemacht werden. Manche werden denken, ‚ein Talent‘ war sehr wenig. Aber ein Talent waren damals ca. 34 Kilogramm Silber, was ungefähr dem Jahresgehalt eines Arbeiters entsprach. Das war also eine Menge Geld. Die zwei Diener haben es verstanden.
Aber der dritte Diener war anders.
Sein Problem war nicht das eine Talent, sondern seine Einstellung.
Er war damit nicht erfolgreich, weil er grundsätzlich kein Vertrauen hatte. Vielleicht hatte er auch kein Selbstbewusstsein und konnte deshalb seinem Herrn nicht vertrauen. Er gibt dem Herrn die Schuld und sucht eine Ausrede für sein Handeln.

Er hätte auch nicht anders gehandelt, wenn er statt einem, zwei oder fünf Talente bekommen hätte. Und das wäre auch gegenüber den besseren Dienern unverantwortlich gewesen.

Am Anfang erwähnte ich zwei Namen: Bill Gates und Steve Jobs.
Sie hatten ihre Schwierigkeiten im Leben.
Aber sie hatten auch ein großes Selbstvertrauen.
Sie glaubten an ihre Fähigkeiten. Sie hatten Vertrauen in andere.
Sie glaubten an die gegebenen Möglichkeiten der Zeit. Sie waren erfolgreich, weil sie bereit waren, für ihren Traum hart zu arbeiten.

Das Evangelium sagt uns, dass nicht alle Menschen gleich begabt sind.
Aber jeder ist besonders. Jeder hat seine Stärken und auch seine Schwächen. Es geht darum, die eigenen Fähigkeiten zu entdecken.
Es geht darum, im Vertrauen zu wachsen.
Man muss an sich selbst glauben. Man muss auch an andere glauben.
Der Glaube an Gott soll uns hier helfen.
Auch die verschenkte Zeit und Möglichkeiten muss man positiv wahrnehmen. Das wünsche ich uns allen. Amen!

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