Christ is the light
Einführung:
Wir sind fast am Ende des Jahreskreises angekommen.
In den heutigen Lesungen geht es um das Ende und einen neuen Anfang der Welt. Lesungen, die Menschen optimistisch stimmen
und so wollen auch wir sie positiv anschauen und annehmen…
Denn Christus ist unser Licht und unsere Hoffnung.
Er möge uns in guten und weniger guten Tagen begleiten.
Ihn preisen wir im Kyrie:

Predigt:
Wenn wir hören, dass jemand nach einer langen Zeit der Krankheit und Leiden gestorben ist, sagen wir oft:
„Gott sei Dank. Das war eine Erlösung für ihn.“…
Dabei wissen wir, dass jeder Tod den Angehörigen Trauer bereitet.
Trotzdem verwenden wir diese Formulierung und äußern damit eine gewisse Erleichterung.

Auch die Christen im ersten Jahrhundert sahen im Ende etwas Positives. Oder man kann sagen, dass sie sogar mit Sehnsucht darauf gewartet haben, da sie oft verfolgt wurden.
Sie freuten sie sich auf das zweite Kommen Christi und auf das jüngste Gericht…
Die Endzeit-Berichte waren für sie eine Art um ihre Hoffnung auszudrücken, dass Christus sie erlösen und
so ihrer Verfolgung ein Ende bereiten wird.

Heute betrachten wir diese Lesungen anders. Noch immer gibt es Verfolgungen, wobei das wirkliche Ausmaß nicht bekannt wird, viele Medien schweigen darüber.

In diesen Tagen haben wir von der verfolgten Christin Asia Bibi in Pakistan gehört. Sie und viele andere Christen erleiden ungerechte Verfolgungen, in Pakistan und in vielen anderen Ländern.
Wenn das Rechtssystem versagt und keine Gerechtigkeit schafft, dann können die Menschen ihr Vertrauen nur auf Gott setzen und beten. Ihre Sehnsucht äußern sie in dem Gebet:„Komm o Herr, komm und erlöse die Welt…“

Zum Glück hat Asia Bibi internationale Aufmerksamkeit erhalten und so hoffen wir, dass sie lebend aus dem Land herauskommt und in Europa Asyl erhalten wird…
Ja, Christ zu sein ist nicht einfach – in allen Teilen der Welt.
Die Verfolgungen werden wohl immer existieren, auch in entwickelten Ländern.
Wer sich zu Christus bekennt ist dieser Gefahr ausgesetzt.

‚Licht‘ ist ein anderes Thema von dem wir in den Endzeit-Berichten hören. „In jenen Tagen, …wird sich die Sonne verfinstern und der Mond wird nicht mehr scheinen…“
Wir wissen, als Gott die Welt erschuf, brachte er zuerst das Licht in der Welt. Sonne, Mond und Sterne schuf er als Zeichen des Lichtes.
Nun am Ende der Welt werden sich alle Lichtquellen verdunkeln. Wie wird eine Welt ohne Licht sein? Was wäre das Leben wenn wir den Tag nicht mehr von der Nacht unterscheiden können? Das wäre ein schreckliches Empfinden … Geschieht hier und jetzt ein Rückbildung der Schöpfung?

Gott sagt uns, wir brauchen uns nicht zu fürchten.
Denn äußere Lichtquellen können jederzeit erlöschen.
Unser Glaube gibt uns trotzdem immer das nötige innere Licht.
Wenn Christus in unserem Leben ist, dann brauchen wir kein Licht aus dem Weltall… Denn Christus ist das wahre Licht, das niemals aufhört zu leuchten,
darum brauchen wir uns nicht zu ängstigen.
Dieses Licht Gottes bedeutet am Ende unsere Erlösung.
Wenn wir dieses Licht Gottes in uns haben, dann können wir,
so wie die Christen im ersten Jahrhundert, in und aus dieser Hoffnung leben und Kraft schöpfen.
Gott segne uns mit seinem Licht und mit dieser Hoffnung. Amen!

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