Your Kingdom Come
Einführung:
„Der Kunde ist König.“
Wir kennen diesen Spruch aus der Geschäftswelt.
So hören wir es auch oft in Bezug auf Dienstleistungsstellen.
Wir erleben freundliche Mitarbeiter in Geschäften, in Bussen, Zügen und auch in Flugzeugen usw.

Aber wie ist es mit mir?
Begegne ich meinen Mitmenschen auf Augenhöhe?
Behandle ich andere mit Würde?
Bitten wir um Gottes Erbarmen, falls wir Menschen gegenüber unhöflich und sie durch Wort oder Tat verletzt haben.

Predigt:
Ist Jesus ein König?
Genau wie Pilatus suchen wir eine Antwort auf diese Frage, weil wir das nicht so einfach annehmen können.
Denn Jesus trat nicht auf wie ein König. Auch sein Leben und seine Lehre sind nicht leicht vereinbar mit dieser Würde…

Andererseits, König sein bedeutet nicht nur in Luxus leben und ein Volk regieren. Es gibt auch andere „Könige“…
Und diese können wir uns wahrscheinlich besser vorstellen.
Hierzulande haben wir z. B. die Wein- und Ernteköniginnen und Weinprinzessinnen usw.
Sie alle sind keine echten Regenten, aber wir betiteln sie so,
weil sie in ihrem Fachgebiet etwas Besonderes darstellen und repräsentieren.
Wir sehen also, es gibt die verschiedenartigsten Könige…

Auch Christus wird als König bezeichnet. Ein wahrhaft außergewöhnlicher König…
Das hörten wir im Evangelium. Ein König, der für die Wahrheit steht und die Menschlichkeit lebt. Macht spielt bei ihm keine Rolle.

Und dass Jesus ein besonderer König ist lesen wir auch im Buch Daniel. Diesem König wurden nicht nur die Regentschaft, sondern auch Würde verliehen…

Würde und Königtum: Passt das zusammen? Ich denke, die Machtgierigen werden vor diesem Begriff still werden.
Denn in Kriegen rauben sie nicht nur Hab und Gut der Länder,
sondern auch die Würde von unendlich vielen Menschen…
Beispiel hiervon erzählen uns die Weltkriege, die Geschichten von bloßgestellten Menschen: von Frauen und Kindern, Menschen bestimmter Rassen und von unendlich vielen Greueltaten.

Jesus ist ein besonderer König. Denn er gab Menschen ihre Würde zurück. Durch sein Evangelium sind alle Menschen angesprochen: Kranke, Ausgestoßene, Sünder, Frauen, Witwen, Kinder, Zöllner, römische Beamten, Schriftgelehrte und Pharisäer…
Er hat niemand, der nach ihm suchte, abgewiesen.
Alle bekamen einen würdigen Platz in seiner Verkündigung.
Ja, er war und bleibt der König der Menschheit in Liebe und Wahrheit.
Welcher andere Titel könnte dann zu Jesus passen…

Jesus lehrt uns, dass die Macht nicht beherrschen darf,
sondern zu einer gerechten Ordnung führen soll.
Solche, auch universal denkende Menschen, werden heute gebraucht.
Wir brauchen Politiker und Führungspersonen,
die anderen ein Leben in Würde ermöglichen.
Wenn wir in der Kirche, in unseren Familien diese Werte leben und weitergeben, haben wir teil am Reich Gottes.
Wir können mithelfen, sein Reich auf der Erde zu verwirklichen.
Christus, der König der Liebe möge uns dazu segnen. Amen!

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