A sign to allEinführung:
Im Römerbrief – das ist die zweite Lesung des Sonntags – hören wir eine Kurzfassung von dem Glaubensbekenntnis nach Paulus.
Das Geheimnis des christlichen Glaubens – die Menschwerdung und Auferstehung Christi – sind hier die zentrale Aussage.
Aber die wichtigste Aussage ist, dass Gott mit uns ist.
Er ist unser Schutz. Er ist allmächtig. Denn er ist der lebendige, auferstandene Gott. Dieser Gott ist unser bester Begleiter.
Gibt es eine andere Botschaft die uns mehr ermutigen könnte?
Für diesen Glauben und für sein „mit uns sein“ danken wir ihm:

Predigt:
Zeichen sind uns wichtig. Bilder und Symbole vermitteln und erklären vieles in unserem Leben. Ein Leben ohne Zeichen und Symbole ist unvorstellbar. Nehmen wir zum Beispiel den Straßenverkehr.
Oft klagen wir über den Schilderwald auf den Straßen.
Aber wie wäre unser Verkehr ohne diese Zeichen?

Zeichen sind aber nicht nur praktische Hinweise.
Sie vermitteln auch bestimmte Gefühle.
Zum Beispiel: Wenn man nach einer langen Reise wieder nach Hause kommt und das Ortsschild seiner Heimat sieht, das macht uns meistens glücklich … manchmal können Zeichen auch traurig machen …
Zeichen und Symbole begleiten uns ein Leben lang.

Das Wort Gottes ist in der Bibel aufgezeichnet. Die Heilige Schrift
ist eine Sammlung der Zeichen und Symbole, die Gott selbst uns geschenkt hat. Wir erkennen in seinen Worten die Liebe die uns führen und leiten soll.

Auch am heutigen Sonntag hören wir von solchen Zeichen Gottes.
Hier kommt er nicht als strafender Gott, nein, sein Zeichen weckt Hoffnung und Freude bei den Gläubigen, denn er verspricht uns seinen Sohn.
Auch Jesus bringt keine Zerstörung. Er zeigt keine Rache.
Im Gegenteil, er offenbart sich durch Liebe, Leben und Frieden.
Gott will uns Menschen helfend zur Seite stehen.
Er will diese Botschaft verständlich und durch Bilder vermitteln,
damit sie das Leben der Menschen erleichtert und prägt.

Zeichen allein können uns nicht helfen.
Auch unsere aktive Beteiligung ist hier gefragt.
Maria und Josef sind dafür gute Beispiele.
Beide konnten die Botschaft Gottes zuerst nicht begreifen.
Aber sie glauben fest, dass Gott damit etwas vorher bestimmt hat.
Sie setzen ihre Hoffnung auf Gott und auf sein Versprechen.
Sie wissen, Gott verlangt von ihnen außerordentliche Dinge.
Aber sie waren auch sicher, dass er ihnen die nötige Kraft dazu schenkt. So sagten beide JA.
Das Wort Gottes, sein Zeichen konnte erst durch diese Bereitschaft lebendig werden.

Der König Ahas, so hörten wir in der ersten Lesung,
war nicht mutig genug um ein Zeichen zu verlangen.
Sein Glaube war eben nicht so stark wie der von Josef und Maria.
Aber auch ihm wird das Zeichen von Gott zuteil…
Denn Gott hat seinen Plan. Er will „mit uns sein“.
Und um diesen Plan zu verwirklichen setzt er alles ein.

Meine Lieben,
Erkennen wir die Zeichen Gottes im Alltag?
Denken wir, dass Gott zu viel von uns verlangt? Und glauben wir, dass wir die dazu notwendige Kraft mit der Sendung empfangen haben?
Was für ein Gefühl haben wir, wenn wir vor ihm stehen?
Unmut und Zweifel … ?
Oder bringt uns der Glaube große Freude und Hoffnung?
Möge Gott unser Begleiter sein. Amen!

— Thomas Kalathil

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